Kronenräder: Nicht nur für Könige

Redakteur: Silvano Böni

>> Ob im Mars-Rover oder in einem sportlichen Auto, in Aufzügen, Flugzeugen oder Werkzeugmaschinen: Die Kronenrad-Getriebe der ASS AG sind vielerorts zu Hause und verrichten ihren Dienst zuverlässig. Seit über 30 Jahren bietet das Schweizer Unternehmen kundenspezifische Antriebssysteme, welche durch Technologie und Qualität überzeugen.

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Das Cylkro-Evolvere-Differenzial von der ASS AG sorgt im Audi RS5 für eine optimale Verteilung der Kräfte.
Das Cylkro-Evolvere-Differenzial von der ASS AG sorgt im Audi RS5 für eine optimale Verteilung der Kräfte.
(Bild: Audi)

Ein Sommertag in Thusis. Gemütlich fährt ein schwarzes Audi-RS5-Sportcoupé die Hauptstrasse Richtung Hinterrhein entlang. Der V8-Saugermotor mit 450 PS gibt ein leichtes, tiefes Grummeln von sich. Das Mittendifferenzial verteilt die Leistung und ein Drehmoment von bis zu 430 Nm zu 40 Prozent auf die Vorderachse, die restlichen 60 Prozent auf die Hinterachse. Im 65-Seelendorf Hinterrhein angekommen, erkennt der Fahrer bereits die elegant in den Berg geschnitzten Kurven des San-Bernardino-Passes. Per Schaltknopf noch schnell vom automatischen 7-Gang-Getriebe auf Wippenbetätigung umschalten und los geht's. Bei Betätigung des Gaspedals erklingt ein dumpfes Röhren, der rote Bereich ist noch lange nicht in Sicht. Auch ohne die Geschwindigkeitsbegrenzung zu überschreiten, können die Kurven äusserst sportlich genommen werden.

In etwa so muss es sich anfühlen, mit dieser Strassenrakete den Pass zu bewältigen. Mitunter ein Grund für die sportliche, aber sichere Fahrt: ein Cylkro-Evolvere-Differenzial (Cyl–Kro = Zylinder-Kronenrad), welches mit der ASS AG entwickelt wurde und die Kräfte optimal zu verteilen weiss.

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Bessere Traktion – keine Verzögerung

Im Inneren des Mittendifferenzials drehen sich zwei Kronenräder, wovon das hintere die Kardanwelle zum Hinterachsdifferen­zial antreibt, das vordere den Abtrieb zum Vorderachsdifferenzial. Die Kronenräder stehen mit vier Ausgleichsrädern im Eingriff und sind im 90°-Winkel zueinander angeordnet. Lässt der Grip an einer Achse nach, leitet die entstehende Selbstsperrwirkung das Gros des Antriebsmoments auf die Achse mit der besseren Traktion. So können an die Vorderachse bis zu 70 Prozent des Drehmoments fliessen, an die Hinterachse sogar bis zu 85 Prozent. Das Ergebnis: eine bessere Traktion, und das ohne zeitliche Verzögerung. Eine intelligente Softwarelösung von Audi ermittelt zudem bei schnelleren Kurvenfahrten die optimale Verteilung auf alle vier Räder. Ein sportliches und vor allem sicheres Fahren ist so garantiert.

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