Flüssiges Werkzeug Kühlschmierstoff für mehr Produktivität

Autor Anne Richter

In fünf Kategorien hat Blaser Swisslube Kunden die Blaser-Produktivitätstrophäe verliehen. Insgesamt konnten mit der Wahl des richtigen Kühlschmiermittels bei allen Anwendern eine höhere Prozesssicherheit und damit eine höhere Produktivität erreicht werden. Ausserdem wurde eine positive Auswirkung auf die Gesundheit der Mitarbeiter erreicht.

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Die Gewinner der Blaser-Produktivitätstrophäe 2015.
Die Gewinner der Blaser-Produktivitätstrophäe 2015.
(Bild: Anne Richter, Redaktorin SMM)

Kühlschmierstoffe können im Fertigungsprozess ein wichtiger Produktivitätsfaktor sein. Sie ermöglichen stabile Prozesse und optimale Fertigungsbedingungen: Sie dienen einerseits der Wärmeabfuhr und vermindern anderseits die Wärmeentwicklung, die durch Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück entsteht. Zusätzlich entfernen sie die Späne aus dem Arbeitsumfeld. «Die Kosten von Kühlschmierstoff machen nur 0,5 Prozent der Fertigungskosten aus. Doch das Potential in der Fertigung ist um das Mehrfache höher», berichtet Niklaus Allemann, Verkaufsleiter bei Blaser Swisslube.

Mehrwert durch richtige Wahl des Kühlschmierstoffs

Was in der Theorie so einfach ist, hat sich in der Praxis noch nicht überall durchgesetzt. Das zeigen zumindest die Beispiele der Preisträger der Blaser-Produktivitätstrophäe, die das Familienunternehmen am 26. März 2015 an seinem Sitz in Hasle-Rüegsau zum dritten Mal verliehen hat. Niklaus Allemann erklärt dazu: «Die Trophäe wird an jene Kunden verliehen, die in ihrer Kategorie den höchsten ausgewiesenen Mehrwert erzielt haben, welcher auf die richtige Wahl des Kühlschmierstoffes zurückzuführen ist.» Die Sieger wurden in den Kategorien Nachhaltigkeit, Prozesssicherheit, Kühlschmierstoffoptimierung, Produktivität und Prozessoptimierung vergeben.

Stabilere Prozesse und verbesserte Gesundheit der Mitarbeiter

In der Kategorie Nachhaltigkeit hat die Rheinmetall Air Defence AG die Produktivitätstrophäe gewonnen. In der Fertigung bei dem Zulieferunternehmen für Wehrtechnik und im Bereich Automobil bestand das Problem, dass der Kühlschmierstoff (KSS) nicht gut verträglich war. Ausserdem war die Emulsion instabil und musste häufig getauscht werden. Mit der Wahl des richtigen KSS (B-Cool 755) konnte das Problem gelöst werden: Es gibt keine Meldungen von Hautproblemen mehr, die Standzeit der Emulsion beträgt inzwischen drei Jahre und die Kosten für KSS haben sich um 30 Prozent verringert.

Auch bei der Fritz Studer AG, Sieger in der Kategorie Prozesssicherheit, war der KSS instabil und damit der gesamte Fertigungsprozess. Alle drei Monate musste der KSS gewechselt werden und zusätzlich bestand immer die Unsicherheit, ob der KSS hält oder nicht. Der angepasste KSS (Blasocut BC 935 Kombi) ist stabil und damit auch der Fertigungsprozess. Das Risiko von ungeplanten Maschinenstillständen aufgrund instabiler KSS ist eliminiert. Die Einsparungen beim KSS liegen bei 75 Prozent – auf ein Jahr gerechnet.

In der Kategorie Kühlschmierstoffoptimierung gewann die Ibor AG aus Ettiswil. Das Zulieferunternehmen im Bereich CNC-Fräsen hatte das Problem einer starken Vernebelung in der Fertigung. Ausserdem war auch die Gesundheit der Mitarbeiter betroffen und die Standzeiten des KSS waren unbefriedigend. Mit dem richtigen KSS (B-Cool 755) wurde die Vernebelung um rund 80 Prozent reduziert und die Atemprobleme der Mitarbeiter eliminiert. Die Emulsion hat eine 50 Prozent höhere Standzeit und die Einsparungen beim KSS liegen bei 20 Prozent.

Wettbewerbsfähigkeit erhöht

In der Kategorie Produktivität gewann die Hagmann Tec AG mit der vielleicht eindrücklichsten Verbesserung. In der CNC-Zerspanung mit vertikalen und horizontalen Bearbeitungszentren stellt Hagmann Frästeile für Prototypen, Kleinserien und Serienteile her. Das ursächliche Problem waren Verpilzungen, schlechter Geruch und Mikroschaum, der bei Verarbeitungsprozessen aufgetreten ist. Durch den Tausch des KSS (B-Cool 755) konnten nicht nur die Probleme behoben werden, sondern auch die Produktivität und Oberflächenqualität der Bauteile verbessert werden. So wurden die Verpilzungen eliminiert, weder Schaum noch schlechter Geruch wurden mehr verzeichnet. Die Oberflächengüte der Bauteile hat sich verbessert und damit hat sich auch der Wert der Bauteile um rund 5 bis 10 Prozent erhöht. Die Produktivität konnte um 30 Prozent gesteigert werden. Damit hat sich die wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens deutlich verbessert.

Die Firma PSA – Parts & Systems AG hat die Trophäe in der Kategorie Prozessoptimierung gewonnen. Das Problem waren kurze Standzeiten des KSS und Verpilzungen, was zu Produktionsausfällen geführt hat. Der passende KSS (B-Cool 655) hat die Prozesssicherheit gesamthaft um rund 25 bis 30 erhöht. Es gab keine weiteren Prduktionsausfälle und der Wechsel des KSS ist jetzt finanziell und zeitlich kalkulierbar. <<

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