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Investition in lokale Entwicklungsabteilungen
Den grössten Zuwachs bescherte im letzten Jahr wiederum das gesamte Transportwesen. Dank dem grossen Know-how und der ungebrochenen Investitionsbereitschaft in neue Entwicklungen und Fertigungsanlagen konnte die Schweizer Aluminiumindustrie im vergangenen Jahr Neuaufträge und Produktionssteigerungen für den Flugzeug- und Schiffsbau sowie für Schienenfahrzeuge, Nutzfahrzeuge und Automobile erzielen: mit komplexen Konstruktionen im Ultraleichtbau-Strukturguss zur Gewichtsreduktion und Verringerung des CO2-Ausstosses genauso wie mit Walzprodukten und hochwertig anodisierten Aluminiumteilen. «Durch aufwändige Produktentwicklungen, Qualität und Lieferzuverlässigkeit sowie erweiterte Dienstleistungsangebote wie die verlängerte Werkbank für unsere Kunden haben sich unsere Mitgliedsfirmen eine Alleinstellung erarbeitet», so M. Tavernier. Auch für 2013 zeichnen sich hier bereits jetzt die grössten Steigerungsraten ab.
Das Motto «Klasse statt Masse» bringt die Überlebensstrategien der Schweizer Aluminiumindustrie auf einen Nenner: Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, wird zunehmend die Serienherstellung standardisierter Bauteile in eigens dafür gegründete Produktionsstätten im Ausland verlagert. «Demgegenüber setzen zahlreiche Mitgliedsfirmen Investitionen zweistelliger Millionenbeträge in ihre Entwicklungsabteilungen und die spezialisierten Fertigungsstätten an den Schweizer Standorten kontinuierlich fort. Darin sehen wir die grössten Chancen zum Erhalt der hiesigen Arbeitsplätze», so M. Tavernier.
Hohe Recycling-Quoten
In seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Igora-Genossenschaft in Zürich, die für das Sammeln und Recyceln von gebrauchten Aluminiumverpackungen in der Schweiz verantwortlich ist, gab M. Tavernier noch einige aufschlussreiche Recycling-Quoten bekannt: «Aluminium kann beliebig oft und ohne Qualitätseinbussen wiederverwertet werden. In diesem Zusammenhang kommt uns die vorbildhafte Recycling-Bereitschaft der Schweizer Bevölkerung sehr entgegen. Bereits 91 Prozent aller Getränkedosen gehen ins Recycling; bei den Tiernahrungsschalen aus Aluminium liegt die Sammelquote bei 80 Prozent und bei den Tuben aus Aluminium bewegen wir uns bereits bei 60 Prozent. Pro Jahr ergibt dies eine Sammelmenge von beinahe 10 000 Tonnen Haushaltsaluminium. Im Bau- und Transportwesen sowie im Maschinenbau liegt die Recycling-Quote schon seit Längerem bei über 90 Prozent.» Mit dem Recycling werden gegenüber der Neuherstellung von Aluminium 95 Prozent Energie und Treibhausgase wie CO2 eingespart. Dies ergibt pro Kilogramm recyceltem Aluminium eine CO2-Reduktion von neun Kilogramm.
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