Lehrenbohrwerke optimieren - Teil 1

Redakteur: Redaktion SMM

Ultragenaue Lehrenbohrwerke sind für gewisse Anwendungen im Präzisionsmaschinenbau unverzichtbar. Die Tradition dieser Spitzentechnologie ­wurde in den letzten Jahren vor allem in der Schweiz und in Japan aufrechterhalten, basierend auf einem stringenten Qualitätskonzept in der Fertigung, hoher Fertigungstiefe, rigoroser Ausbildung des eigenen Personals und jahrzehntelanger Praxiserfahrung mit kritischen Applikationen. Im ersten Teil wird das geometrische und thermische Verhalten von Lehrenbohrwerken beschrieben.

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Positionsauflösungen von 10 Nanometern, Wiederholbarkeiten von 100 Nanometern, Positioniergenauigkeiten kleiner einen Mikrometer! Marketingmässige Ausrufezeichen begegnen uns zuhauf, mit denen die scheinbar neuen «Präzisions»-Lösungen der Massenhersteller lautstark angepriesen werden.

Toleranzen am Werkstück sind von Bedeutung

Aber was nützen solche Angaben in der täglichen Praxis- Letztendlich kommt es nur darauf an, dass mit einer Präzisions-Werkzeugmaschine geometrische Toleranzen am Werkstück mit ausreichender Prozesssicherheit eingehalten werden - mit einem bestimmten Material und unter bestimmten Umgebungsbedingungen.

Dies setzt voraus, dass die zu erreichen-den Toleranzfelder und CpK-Werte im Voraus bekannt sind. Damit ergibt sich die Spezifikation für die Investition in ein neues Bearbeitungszentrum, die in vielen Fällen von Serienmaschinen europäischer oder japanischer Bauart abgedeckt werden können.