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Viele Hersteller zeigen technische Highlights für den Leichtbau
Bereits auf der Automatica 2012 war nach Angaben der Messe München auszumachen: Nicht nur die Branchengrößen ABB, Fanuc, Kuka und Yaskawa warten mit wegweisenden Entwicklungen auf, auch andere Hersteller können mit Technikhighlights für den automobilen Leichtbau überraschen.
So habe Stäubli einen neuentwickelten Fräsroboter gezeigt, der speziell für die Bearbeitung von Faserverbundwerkstoffen konzipiert war. „Die CFK-Bearbeitung hat ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Schnelle, präzise Roboter mit großem Arbeitsbereich sind hier gefragt. Die Präsentation unseres CFK-Bearbeitungsroboters auf der Automatica stieß auf großes Interesse. Die Maschinen sind seither bei OEM und Zulieferern gleichermaßen im Einsatz und zwar sowohl in der Kunststoff- als auch in der CFK-Bearbeitung“, meint Manfred Hübschmann, Geschäftsführer Stäubli Robotics.
Klebetechnik gewinnt mit dem Leichtbau an Bedeutung
Kunststoff, CFK, Magnesium, Aluminium – der Multimaterialeinsatz im automobilen Leichtbau erfordere nicht nur neue Technik für deren Bearbeitung, sondern auch für deren Verarbeitung. Hier kristallisiere sich die Klebetechnik als großer Gewinner heraus. Expertenschätzungen zufolge soll die Klebstoffmenge pro Fahrzeug, die bereits bei bis zu 20 Kilogramm liegt, mittelfristig um ein Drittel steigen, wie es heißt. Seien es einst nur die Scheiben gewesen, die geklebt wurden, zögen sich Bondingapplikationen im Automobilbau heute durch alle Bereiche vom Rohbau über die Montage bis hin zu Funktions- und Designelementen.
Seit Jahren arbeite die Industrie deshalb an Verfahren im Bereich der Klebe- und Dichtapplikationen. Die Roboterhersteller seien in der Lage, prozesssichere Systeme für Standardapplikationen zu realisieren. Dennoch sähen die Anwender noch Potenzial für verfahrenstechnische Optimierungen. Gefragt sei Technik, die keine zu hohen Anforderungen an die Passgenauigkeit der Fügepartner stelle und die eine gleichbleibend hohe Prozessgeschwindigkeit garantiere.
Höhere Anforderungen nur mit neuartigen Bondinganlagen zu lösen
Zu lösen seien solche Anforderungen nur mit neuartigen Bondinganlagen, bei denen Hightechkomponenten der Robotik, Dosiertechnik und Sensorik ein perfektes Gesamtsystem bilden. Inlinemessung der Spaltmaße, Echtzeitsteuerung der Dosiermengen sowie der Verfahrgeschwindigkeit des Roboters aber auch die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Klebstoffe sind laut Mitteilung zentrale Themen in der Branche.
Die Automatisierung bei der Fertigung von Leichtbaukomponenten – hier vor allem im Bereich der Faserverbundstoffe (Composites) - soll auch auf der Automatica 2014 ein zentrales Thema sein. Die Sonderschau „Automatisierte Composite Produktion“ und „Die Konferenz für industrielle Composite-Produktion“, vom 5. bis 6. Juni im Pressezentrum Ost, beleuchteten den Stand der Technik zur Erhöhung der Prozessgeschwindigkeit und Reduktion der Fertigungskosten.
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