Sander setzt in Inline-Wickelmaschinen auf Leichtlaufzylinder und Ventile von Aventics

Leichtlauf für den Tänzer

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Stick-Slip-Effekt deutlich verringert

«Die Schwierigkeit besteht hier im Wechsel vom Ruhezustand auf schnelles Anfahren. Der Tänzer darf auf keinen Fall ruckeln», erläutert Fred Sander. «Früher wurden hierfür teure und aufwändig zu installierende Spezialzylinder eingesetzt, um den Stick-Slip-Effekt zu verhindern.» Dieser Effekt entsteht, wenn die Haftreibung deutlich grösser ist als die Gleitreibung, wie es bedingt durch Dichtungen an der Kolbenstange und dem Kolben bei Pneumatikzylindern üblich ist.

«Mit der Leichtlauf-Variante der Zylinder-Baureihe PRA von Aventics können wir das altbekannte Thema nun optimal lösen, sagt der Geschäftsführer und nennt die Gründe: «Schmierung und Dichtungsmaterial sind eigens darauf abgestimmt, den Stick-Slip-Effekt so gering wie möglich zu halten. Das Ergebnis dieser technischen Neuerungen hat uns überzeugt. Wir verzeichnen beim Einsatz dieser Zylinder keinerlei Störungen in den Bewegungs- und Produktionsabläufen.»

Die konsequente Weiterentwicklung der bewährten ISO-Profilzylinder überzeugt durch geringes Gewicht, kurze Zykluszeiten, leisen Lauf dank elastischem Dämpfungselement und eine verbesserte Endlagendämpfung. Sander konfiguriert die PRA-Zylinder entsprechend der jeweiligen Anwendung und nutzt dazu den Internet-Konfigurator von Aventics. Der Sondermaschinenbauer setzt den robusten Zylindertyp sowohl im Wendewickler als auch im Warenbahnspeicher ein. Kombiniert mit dem Druckregelventil ED02 – wie bei der Tänzerregelung – sowie mit dem analogen Wegmesssensor SM6 zur exakten Positionierung bietet der Normzylinder ein zukunftssicheres System.

Standardisierte Pneumatik spart Zeit und Kosten

Abgerundet wird die zentral im Wendewickler eingebaute Pneumatik durch das Ventilsystem der Baureihe AV03. Im Zusammenspiel mit dem ED02 liefert das AV03 jederzeit reproduzierbare und dokumentierbare Drücke. Dies ist vor allem für Maschinenanwender wichtig, die abwechselnd verschiedene Produkte auf der Linie wickeln und somit vorab produktspezifische Drücke in der Rezepturverwaltung hinterlegen und dann entsprechend abrufen können. Zudem unterstützt die flexible Feldbusansteuerung AES des Advanced Valve AV03 alle gängigen Systeme und Protokolle. Sander hat sich beim Wendewickler für das Echtzeit-Ethernet-fähige Profinet IO als Anbindung an die Steuerung entschieden.

«Durch das elektropneumatische Konzept von Aventics können wir unseren Kunden einen zuverlässigen vollautomatisierten Wendewickler bieten, dessen schneller, präziser Abgleich der Tänzerwalze wesentlich zur Steigerung der Maschinenverfügbarkeit beiträgt. Gleichzeitig», fügt Fred Sander hinzu, «können wir die pneumatische Steuerung weitestgehend standardisieren – was bei der Vielfalt an produzierten Sondermaschinen einen Kosten- und Zeitvorteil darstellt.» <<

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