Lenze Bachofen AG: Durchgängige Automation von Roboteranwendungen
>> Eine Pick-and-Place-Anwendung mit Delta- und Scara-Roboter war eines der Highlights auf dem Messestand von Lenze in Hannover. Die Applikation wurde von den Robotern bis hin zu den Förderbändern vollständig mit Lenze-Technik automatisiert. Herzstück des Automatisierungssystems war der neue L-force Controller 3200 C, der als Hardware-Plattform für die Bewegungs- und Ablaufsteuerung diente und gleichzeitig die Koordinaten-Transformationen für die beiden Roboter durchführte.
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joe. Das Roboter-Showcase auf dem Messestand in Hannover demonstrierte eindrücklich die Durchgängigkeit, Vielfältigkeit und Offenheit des Lenze-Produktspektrums. Damit können Anwender eine grosse Bandbreite an Applikationen einschliesslich Handling- und Roboterfunktionen mit nur einem Automatisierungspartner abdecken. Die Zahl der Schnittstellen und Lieferanten reduziert sich dadurch auf ein Minimum. Gleichzeitig lässt sich ein höherer Integrationsgrad erreichen – die Zahl der benötigten Komponenten und der Engineering-Aufwand sinken also deutlich. Für den Anwender bedeutet dies eine kürzere Time-to-Market und niedrigere Kosten.
Im Zentrum des Demonstrationsaufbaus standen zwei parallel laufende Förderbänder, zwischen denen am einen Ende der Delta-, am anderen Ende der Scara-Roboter montiert waren. Ein Einförderband transportierte zunächst ungeordnetes Fördergut, das dann vom Delta-Roboter schnell und präzise aufgenommen und in vorgegebenen Ablagemustern an der gewünschten Stelle auf dem Ausförderband wieder abgelegt wurde. Danach wurde das fertige Ablagemuster wieder durch den Scara-Roboter vereinzelt.
Beeindruckende Demonstration
Im Einsatz stand hier neben dem L-force Controller 3200 C, der als zentrale Steuerung diente, Lenzes I/O-System 1000. Es war direkt an den Controller angereiht und über einen gemeinsamen schnellen Rückwandbus verbunden.
Mit den insgesamt sechs Bewegungsachsen der Roboter – alles Multiachs-Servo-Umrichter aus der Produktfamilie Servo Drives 9400 mit integrierten Sicherheitsfunktionen – kommunizierte die Steuerung über EtherCAT. Die benötigte Dynamik und Präzision in der Ausführung der Bewegungen lieferten Lenze-Servomotoren vom Typ MCS in Kombination mit Absolutwertgebern für den Delta- und Resolvern für den Scara-Roboter. An die Steuerung über EtherCAT angebunden waren auch die beiden Inverter Drives 8400 High Line, welche die als Bandantriebe dienenden Asynchronmotoren versorgten. Alle Antriebe des Demonstrators hingen dabei am gleichen Zwischenkreis und benötigten daher nur eine Einspeiseeinheit beziehungsweise nur einen Brems-Chopper.
Durchgängiges Produktportfolio
Auch die Visualisierung erfolgte durchgängig mit Lenze-Technik: Die Anlage wurde mit zwei Visualisierungsgeräten (Command Station CS 5050 DVI; Command Station CS 5700 mit Ethernet-Schnittstelle) ausgestattet, mit denen die Maschinenmodule auch bedient werden konnten. Sie demonstrierten die Bandbreite der verfügbaren Lenze-Lösungen für das Bedienen und Beobachten. Als Hardware-Plattform für Visualisierung und Kamera-Auswertung zur Teileerkennung fungiert dabei ein CPC 5100 von Lenze, der über Ethernet mit den Visualisierungs- und Bedienstationen der Maschine kommunizierte. Die Visualisierungsanwendung wurde mit der Entwicklungsumgebung «VisiWinNET» erstellt. <<
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