Antriebstechnik Maxon-Encoder-Technologie an Bord von Curiosity

Redakteur: Hermann Jörg

>> Sieben spannende Minuten dauerte am 6. August 2012 die Landung des neuen Marsrovers Curiosity, der nun auf dem Roten Planeten nach Leben suchen soll. Die Encoder-Technologie von Maxon Motor trägt ihren Teil zur erfolgreichen Exkursion des Rovers bei. Damit setzt sich auch die Erfolgsstory von Maxon-Produkten im Weltall und auf fernen Planeten fort.

Anbieter zum Thema

Diese Grafik zeigt die verschiedenen Kameras des NASA-Rovers Curiosity. Der Rovermast verfügt über 7 Kameras: die Remote-Micro-Imager, ein Teil der Chemie- und Kamera-Suite, 4 Schwarz-Weiss-Navigationskameras (2 auf der linken und 2 auf der rechten Seite) und 2 Farb-Mastkameras (Mastcams).
Diese Grafik zeigt die verschiedenen Kameras des NASA-Rovers Curiosity. Der Rovermast verfügt über 7 Kameras: die Remote-Micro-Imager, ein Teil der Chemie- und Kamera-Suite, 4 Schwarz-Weiss-Navigationskameras (2 auf der linken und 2 auf der rechten Seite) und 2 Farb-Mastkameras (Mastcams).
(Bild: NASA/JPL-Caltech)

joe. Der neue Marsrover namens Curiosity hat seine sechsmonatige Reise zum Mars mit einer erfolgreichen Landung am 6. August 2012 beendet. Nachdem alles nach Plan verlief, brach grosser Jubel im Jet Propulsion Laboratory (JPL; Kalifornien) aus, dem Kontrollzentrum von Curiosity. «Es war eine wunderschöne Landung, alles hat extrem sauber ausgesehen», sagte Adam Steltzner, NASA-Ingenieur und Leiter des JPL-Landing-Teams, begeistert auf einer Pressekonferenz.

Jetzt beginnt eine neue spannende Exkursion auf dem Roten Planeten – denn anders als seine beiden älteren Roverkollegen Opportunity und Spirit kann Curiosity auf seinen sechs Rädern nicht nur grössere Distanzen zurücklegen, er kommt auch ohne Solarenergie aus, da eine Radionuklidbatterie jahrelang Energie liefern kann. Vorerst zwei Jahre soll der Rover den weitläufigen Gale-Krater auf dem Mars erkunden, mit dem Ziel, neue Spuren von Leben zu finden. Und dies mit einer beeindruckenden Ausstattung an Bord: Mittels eines Gas-Chromatografen will man organischen Verbindungen auf die Spur kommen; mit einem Spektrometer wird die Zusammensetzung von Gesteinen analysiert, welche vom zwei Meter langen Roboterarm eingesammelt werden; und eine Neutronenquelle soll nach Wasserstoff im Boden suchen.

Vom Mars über die Raumstation ISS bis zum Mond

Auch bei dieser Mission zum Mars trägt der Rover Maxon-Produkte mit an Bord. Die MR-Encoder-Technologie ist in den elektromechanischen Gelenken des Rovers verbaut. Die magnetischen Sensoren sind auf den Antriebswellen montiert, sie sind für die Steuerung der Motoren verantwortlich. Ausserdem haben Entwicklungsdienstleistungen von Maxon für die Antriebssysteme dazu beigetragen, dass der 900 Kilogramm schwere Rover seine Marsmission erfolgreich durchführen kann.

Ausblick

Der kleine Bruder Opportunity setzt währenddessen seine Reise auf dem Mars fort – seit über acht Jahren erkundet dieser Rover mit der Unterstützung von Maxon-Motoren den Mars. Weitere Erfolge verzeichnet Maxon Motor bei der SpaceX-Mission zur Internationalen Raumstation (ISS). Bürstenlose EC-Motoren wurden hier unter anderem dazu verwendet, die zwei Solarpanels zu bewegen, die sich für die Energieversorgung der Dragon-Kapsel immer nach der Sonne ausrichten mussten.

Weitere Flüge zur ISS sind schon fest eingeplant, der nächste im September 2012. Im Jahre 2015 soll mit der Exomars-Mission ein weiterer Rover den Roten Planeten erkunden. Und der Mond ist auch schon in Sichtweite – zumindest für das Chinese Lunar Exploration Program (CLEP), mit dem 2013 ein Erkundungsrover zum Mond geschickt wird. Zahlreiche in Erdnähe befindliche Forschungssatelliten enthalten ebenfalls Maxon-Antriebe. Der nächste solche Satellit ist der ESA-Satellit Sentinel 3, der im Jahr 2013 ins Weltall fliegt. Hier werden Motoren beispielsweise in einem eventuellen Notfall zur Ansteuerung und Sicherung der Treibstoffventile verwendet. <<

(ID:35015390)