Interview: Alex Waser, CEO Bystronic Group

«Mehr als die Idee einer traditionellen Maschine»

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Was bedeutet für Sie Innovation im Dienstleistungsbereich?

A. Waser: Innovationen im Dienstleistungsbereich bringen Lösungen, die das Potential einer Werkzeugmaschine und deren Softwarelösung messbar erhöhen. Mit diesem Schritt gehen wir über die Idee einer traditionellen Schneid- oder Biegemaschine hinaus. Das ist wichtig, denn Erfolg im Wettbewerb entscheidet sich in Zukunft nicht mehr nur allein über den Einsatz moderner Maschinen. Nehmen wir zum Beispiel unsere Software «BySoft 7». Hier haben wir gerade eine Maintenance-Plattform als zusätzliche Dienstleistung aufgebaut. Der Kunde bekommt ein Login und kann anschliessend Updates, Tutorials und Applikationsdaten herunterladen. Das ist ein wertvoller Zusatznutzen. Ein anderes Beispiel wäre der «ByOptimizer». Dieser neue Online-Service optimiert Schneidpläne. Damit können Anwender das Gewinnpotential auf ihren Laserschneidanlagen messbar erhöhen.

Wie kommt der ByOptimizer bei Ihren Kunden an?

A. Waser: Den ByOptimizer haben wir erstmals auf der Euroblech 2014 in Hannover vorgestellt. Mittlerweile haben wir Kunden in den USA, Schweden, Frankreich, Italien, der Schweiz und weiteren Ländern, die sehr erfolgreich damit arbeiten. Die Kunden schätzen die Vorteile, die der ByOptimizer im hektischen Tagesgeschäft bringt: Er optimiert dynamisch Schneidpläne auf Knopfdruck. Das reduziert Prozesskosten und Materialausschuss beim Laserschneiden. Das Ergebnis ist mehr Gewinn mit jedem Schneidauftrag. Bystronic ist momentan am Markt der einzige Anbieter mit dieser Technologie; das bringt unseren Kunden einen klaren Vorsprung im Wettbewerb.

Alle sprechen von Industrie 4.0 und ignorieren dabei das Problem der Industriespionage. Wie sehen Sie das?

A. Waser: Das ist ein wichtiger Punkt, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen, wenn wir die Benefits und Potentiale der Vernetzung der Systeme vertieft nutzen wollen.

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