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Inventor überzeugt
«Nachdem ich die wichtigen Wettbewerber schon einigermassen kannte, nahmen wir im Rahmen unserer Systemauswahl Autodesk Inventor genauer unter die Lupe. Vor allem die Baugruppenkonstruktion wollten wir uns detailliert ansehen, die damals als Schlüsselkriterium galt», erzählt der Entwicklungsleiter. «Inventor erwies sich als sehr einfach in der Bedienung, leicht erlernbar, passte gut in die Autodesk-Produktlinie und war in allen wesentlichen Punkten vergleichbar mit den Wettbewerbssystemen. Damals bestand bereits eine gute und bewährte Beziehung zum Autodesk-Partner Rotring Data AG, von dem wir eine gute Betreuung erfuhren.» Die Integration in die bestehende Umgebung, die Kompatibilität mit den vorhandenen Daten und Systemen, die weite Verbreitung der Autodesk-Software weltweit und ein attraktives Gesamtpaket, das die Rotring Data AG anbot: Diese Argumente überzeugten die Aargauer Maschinenbauer. Sie entschieden sich eindeutig für Inventor.
Schnelle Umstellung
«Wir analysierten vor dem Umstieg unsere Konstruktionen und Daten, um festzustellen, welche Maschinen und Komponenten wir am häufigsten bauen und überlegten uns Vorgehensweisen, die uns effizienter machen sollten. Unser klares Ziel war, alle Neukonstruktionen grundsätzlich in 3D durchzuführen. Wir führten dann die wichtigen 2D-Konstruktionen in das 3D-System über, teilweise mit zwei externen Partnern, mit denen wir schon häufiger zusammenarbeiteten. Einer von ihnen besass bereits Inventor-Kenntnisse, der andere eignete sich die Bedienung schnell an. Das war problemlos. «Das System ist leicht zu erlernen», berichtet Schneider. Auch die Rösler-Mitarbeiter und Schneider selbst, damals noch Projektleiter, arbeiteten nach einer dreitägigen Schulung durch die Rotring Data AG sofort in dem neuen System. Die strikte Vorgabe war: Das normale Geschäft muss ohne Unterbrechung weiterlaufen.
PDM sorgt für Struktur und Übersicht
Heute setzt der Betrieb Inventor Suite 2008 und Productstream Professional 2008 ein. Der PDM-Software wurde bei Rösler immer grosses Gewicht zugemessen. Sie hilft bei der Definition von Baugruppen und Standardkomponenten sowie ihrer Verwaltung. Die Rösler-Konstrukteure legen Baugruppen, die sie immer wieder brauchen, systematisch ab, so dass sie schnell wieder abrufbar sind. «Eine sinnvolle und vergleichbare Ablage in einer Explorer-Dateistruktur ist nicht möglich, auch wenn wir nur drei oder vier Konstrukteure im Team arbeiten. Inzwischen liegen Tausende von Dateien im System. Ganz wichtig ist daher der Verwendungsnachweis. Wenn ich eine Änderung vornehme, muss ich prüfen, welche Auswirkungen sie hat. Darf ich die Änderung durchführen? Welche Auswirkungen hat sie auf andere Teile? Ohne Productstream Professional wäre das undenkbar», erklärt der Technikchef. «Productstream Professional unterstützt das Kopieren von Maschinen im System und verwaltet gleichzeitig ihre Struktur. Ich kann die Übersicht behalten, auch wenn die Struktur komplex ist. Ohne das PDM-System wäre das meist unmöglich. Normteile, Kaufteile, alle diese Komponenten verwaltet das System, einschliesslich aller sonstigen Dateien, die irgendetwas mit der Fertigung zu tun haben.»
Integration der Fertigung
65 bis 70 Prozent des Rösler-Teilespektrums sind Blechteile. Deshalb spielt die Inventor-Blechkonstruktion eine sehr wichtige Rolle. Die Blechabwicklung und Übergabe der abgewickelten und längen-korrigierten Blechteile an die Fertigungspartner sind inzwischen Routine bei den Rösler-Konstrukteuren. Die abgewickelten Konturen senden sie teilweise ohne Bemassung zum Fertigungspartner, der die Daten direkt in seine Maschinensteuerung einliest. Nur wenn die Teile gekantet werden, sind auch Masszeichnungen erforderlich. «Wir lassen grundsätzlich alle Teile extern fertigen. Intern übernehmen wir nur Schweissarbeiten; den Rohbau und die Endmontage bis zur fertigen Anlage», erläutert Schneider.
Inventor brachte Erfolg und Spass
«Man hat keine Vorstellung, was 3D-Konstruktion bedeutet, wenn man noch nie damit gearbeitet hat. Wir entwickeln heute sehr schnell neue Maschinenkonzepte. Vorhandene Komponenten und Baugruppen nutzen wir rationell, um Neukunden rasch Lösungen zu präsentieren. Kunden, mit denen wir Projektbesprechungen durchführen, vermitteln wir den perfekten Eindruck ihrer spezifischen Maschine. Wir verkaufen heute mehr und erfolgreicher, weil wir uns besser präsentieren können. Die Verkaufsgespräche führen schneller und sicherer zu Abschlüssen als früher», fährt der Entwicklungsleiter fort. «Jeder Tag, an dem man noch in 2D konstruiert, ist ein verlorener Tag. Denn die 3D-Daten sind wesentlich wertvoller als die simplen 2D-Zeichnungen. Der virtuelle, dreidimensionale Prototyp ist die eigentliche Problemlösung. Davon 2D-Zeichnungen zu erstellen, ist eine triviale Nebensache.»
Die systematische digitale Produktentwicklung zieht sich durch bis ins Änderungswesen. Die Rösler-Ingenieure bauen eine Maschine in der Regel nicht nur einmal; oft reproduzieren sie neue Varianten. Heute wissen sie, wie die Maschine funktioniert, bevor sie gebaut wird; sie können Details betrachten und diskutieren. Alle Beteiligten verstehen sofort und wissen, worüber sie reden, wie das in 2D nie möglich war. Selbst wenn die Erstkonstruktion in 3D etwas länger dauert als in 2D: «Der Nutzen stellt sich auf jeden Fall ein, durch die Wiederverwendung, die Vermeidung von Fehlern, das bessere Verständnis der Konstruktion», so Schneider. Die Rösler-Konstrukteure sehen in Inventor den Lego-Baukasten für Ingenieure: Er ist einfach zu handhaben; in kürzester Zeit entsteht eine funktionierende Maschine, die Konstruktion macht Spass.
Fazit: Höherer Durchsatz mit weniger Personal
«Wir haben in allen Belangen eine deutliche Qualitätssteigerung erreicht, bis hin zu den Bedienungsanleitungen. Unsere Fehlerquote ist erheblich gesunken, Masse stimmen immer und wir erzeugen zuverlässige Fertigungsunterlagen», bestätigt der Technikchef. Früher musste die Kons-truktion oft nach einer Abnahme noch aufwändig die Dokumentation nachführen, weil in der Fertigung viele Änderungen oder Korrekturen an den Zeichnungen erforderlich waren. Das gibt es heute kaum noch, weil Kollisionen oder Probleme schon in der Konstruktion sichtbar sind. «Wenn man die Gesamtheit der Konstruktionstätigkeit betrachtet, dann sind wir heute sicherlich schneller als früher. Was wir heute an Projekten durchziehen, wäre mit einem 2D-System nicht zu machen. Dabei ist unser Qualitätsstandard sehr hoch», sagt Schneider. «Wir führen heute mehr Projekte durch, mit weniger Personal als früher und generieren auch mehr Umsatz. Das ist eine Konsequenz unserer neuen Arbeitsweise.» Die Konstruktion der Rösler Schweiz AG gewann an Effizienz, weil die Qualität von Anfang an höher ist, die Konstruktionen besser strukturiert und in höherem Masse standardisiert sind. Inventor und Productstream Professional drängen die Aargauer Maschinenbauer geradezu zur Standardisierung und machen sie produktiver. «Sicher, man muss sich organisieren, sauber strukturieren und wissen, wie man am besten vorgeht», stellt Schneider fest und meint abschliessend: «Wir sind begeistert, was bei uns durch die 3D-Konstruktion mit Inventor entstanden ist.»
Autor: Dr. Philipp Grieb Freier Fachjournalist, ph@grieb1.de
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