MEM-Industrie erholt sich langsam

Redakteur: Redaktion SMM

Die schweizerische MEM-Industrie hat den konjunkturellen Tiefpunkt des letzten Jahres überwunden, das Auftragsniveau verharrt trotz zweistelliger Zuwachsrate immer noch auf bescheidenem Niveau. Anlass zur Sorge gibt der Zerfall des Eurokurses.

Anbieter zum Thema

Die schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie hat den konjunkturellen Tiefpunkt des letzten Jahres überwunden, das Auftragsniveau verharrt trotz zweistelliger Zuwachsrate (+22,6%) immer noch auf teifem Niveau. Die anziehende Nachfrage lässt zwar eine Zunahme der Exporte im Laufe des Jahres erwarten. Die Kapazitätsauslastung bleibt mit 76,6% jedoch noch deutlich unter dem langjährigen Mittel von 86,1%. Zu schaffen macht der MEM-Industrie insbesondere der Zerfall des Euros.AuftragseingangNach 15 harten Monaten sehen die Perspektiven für die schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie wieder besser aus. Die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen 21,8% über dem Vorjahr, jene im Inland waren mit 23,1% sogar leicht höher. Die Rückmeldungen der 290 Swissmem-Meldefirmen für das 1. Quartal 2010 bestätigten, was sich bereits gegen Ende des Vorjahres andeutete: Die MEM-Industrie erholt sich von der härtesten Krise der letzten 50 Jahre, allerdings nur langsam und auf verhältnismässig tiefem Niveau. UmsatzentwicklungDie Umsätze der Unternehmen verminderten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal noch um 6%, wobei sie sowohl im Inland (‑5,1%) als auch im Ausland (‑6,4%) zurückgingen. Damit fielen sie deutlich moderater aus als im Vorjahr, als der Einbruch 20,3% betrug. Die Quartalsumsätze kamen damit auf ein Niveau, wie es letztmals im Jahr 2006 verzeichnet werden musste. Die Exporte erholten sich dank einer erfreulichen Entwicklung des asiatischen Marktes (+5%) im 1. Quartal 2010 und stabilisierten sich auf einem Plus von 0,3%. Allerdings sind die Ausfuhren nach Europa als Hauptmarkt der MEM-Unternehmen mit ‑0,7% immer noch unter dem Vorjahresniveau. Ebenfalls negativ ist die Exportentwicklung in die USA (‑1,7%).