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Bei den 1,5-mm-Bohrungen schien eine noch etwas kompliziertere Vorgehensweise zweckmäßig. 1. Schritt: Bohren mit 1,5 mm von der Innenseite der Formen auf eine geringe Tiefe von 20 × D. 2. Schritt: Bohren von der Gegenseite mit einem 3-mm-Bohrer genau in der Flucht der kleineren Bohrung. Die Schwierigkeit in so einem Prozess besteht darin, die andere Bohrung zu treffen. Mit den TBT-Tiefbohrwerkzeugen ist das aber kein Problem.
Die Wirtschaftlichkeit einer solchen Vorgehensweise ist die dringendere Frage. Der Gegenbohrer wurde daher im Durchmesser größer gewählt, um mit höheren Schnittwerten fahren zu können. Zusätzliche Arbeitsschritte, wie das Drehen des Werkstücks und das Anfräsen einer ebenen Anbohrfläche auf der konvexen Außenseite, mussten in Kauf genommen werden. Trotz des Zeitgewinns durch den größeren Gegenbohrer kamen unter dem Strich sehr viele Maschinenstunden zusammen. Zu viele in den Augen der Verantwortlichen von TCM. Man begab sich folglich auf die Suche nach einer alternativen, wirtschaftlicheren Lösung.
Besondere Beschichtung verhindert Bildung von Aufbauschneiden
Bei TBT Tiefbohrtechnik wurden die Spezialisten fündig. Das Unternehmen aus Dettingen/Erms liefert neben Tiefbohrmaschinen auch die notwendigen Bohrwerkzeuge. Eine Produktlinie unter mehreren bilden die sogenannten High-Speed-Einlippenbohrer aus Vollhartmetall. Unter anderem mit Innenkühlung ausgestattet erfüllen diese Bohrwerkzeuge alle Voraussetzungen für den Einsatz auf Bearbeitungszentren.
TBT hat die Schneidengeometrie für die Aluminiumbearbeitung optimiert. Zu den besonderen Merkmalen zählt ein speziell ausgelegter Spanformer an der Hauptschneide. Dieser sorgt für einen kurzen Spanbruch, sodass die Späne mühelos vom Kühlmittel aus der Bohrung gespült werden. Eine besondere Beschichtung verhindert die Bildung von Aufbauschneiden und erhöht die Standzeiten. Alle Features zusammen bewirken deutliche Verbesserungen der Performance und Prozesssicherheit im Vergleich zu Standardausführungen.
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