Blech- und Rohrverarbeitung

Mit moderner Blechbearbeitung von der Garagenfirma zum Industriebetrieb

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Wachsende Auftragslage

So ähnlich wie mit der gebrauchten Lasermaschine FO-3015 NT ist es auch mit der Abkantpresse HFT-1703 L gelaufen. Diese wurde fast zur selben Zeit wie die Lasermaschine gekauft und war bereits eine neue Maschine. Beide unterstützten die wachsende Auftragslage und leisten heute noch hervorragende Dienste bei Mederer. „Doch die Probleme, fristgerecht zu produzieren und zu liefern, verstärkten sich. Zudem hatten wir keine Reserven, wenn uns einmal eine bestehende Maschine ausfallen sollte. Aber viele Kunden verlangen bei der Auftragsvergabe auch schon mal einen Notfallplan. Den hatten wir nicht, er musste aber nachgewiesen werden“, erläutert Mederer. Das hiess, es musste erneut investiert werden.

Mit seinem Amada-Berater Elmar Ebner kam Mederer dann zur Entscheidung für ein automatisches Laserbearbeitungszentrum. Herausgekommen ist eine FO-3015 II NT RI mit angeschlossener Be- und Entladestation vom Typ Amada AS LUL. Doch damit nicht genug: Diese Laserbearbeitungsanlage ist zusätzlich mit einer Bearbeitungstation für Rund- und Quadratrohre, Rechteckrohre sowie Winkel- und U-Profile ausgestattet. „Das ist eine Lösung, die bislang noch nicht allzu oft realisiert wurde“, sagt Ebner. Die Anlage ist mit einem 4-kW-CO2-Laser ausgestattet und kann Formate im Abmessungsbereich von 3000 mm × 1500 mm schneiden.

Als Rohre können Rund-, Rechteck- oder Quadratgeometrien bis maximal 220 mm bearbeitet werden. „Rund um die Uhr laufen die beiden Lasermaschinen nicht, die eine ja, die andere, auf der wir auch Rohre schneiden können, etwa zur Hälfte mit Blech und Rohren. Da gibt es noch Reserven, die wir aber in Kürze in Anspruch nehmen werden. Jetzt sind wir auch in der komfortablen Lage, Auftragsspitzen leichter abzufangen, ebenso wie einen möglichen Stillstand einer der Maschinen locker zu verkraften“, erläutert Mederer. Darüber hinaus ist der Metallbauer mit den Amada-Laseranlagen für weitere Aufträge mit neuen Produkten bestens aufgestellt.

In Minutenschnelle von Blech auf Rohr umgestellt

Wie Mederer und Ebner bescheinigen, ist die FO-3015 II NT RI noch nicht so richtig in Fahrt. Beim Blech schon, aber in der Rohrbearbeitung haben die Mederer-Mitarbeiter die Anlage noch nicht so im Griff, sie sind noch nicht in der Lage, das komplette Können dieser Anlage abfordern. „Aber“, so sagt Mederer, „wir tasten uns jeden Tag ein bisschen weiter nach vorne. Ich denke, in ein paar Monaten haben wir die Anlage voll im Griff.“ Die Rohrbearbeitung gehört bei der FO-3015 II NT RI zum Standard und kann optional bestellt werden. Als Nachrüstmodul für andere Amada-Lasermaschinen ist sie nicht geeignet. Seine besondere Flexibilität hat das Laserbearbeitungszentrum darin, dass praktisch in Minutenschnelle von Blech auf Rohr und umgekehrt umgeschaltet werden kann. Im Rüsten scheint es allgemein ein Künstler zu sein. Denn erforderliche Rüstvorgänge werden durch ein Linsen- und Düsen-Schnellwechselsystem unterstützt, das mit minimalem Aufwand arbeitet.

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