Ettlinger Kunststoffmaschinen

Mit weniger Energie zum Spritzgussteil im XXL-Format

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Schmelzefilter zwischen Extruder und Kolbenspeicher

Für die Direktverarbeitung stark verschmutzter Recyclingmaterialien steht als Option ein Schmelzefilter zwischen Extruder und Kolbenspeicher zur Verfügung. Ein spezieller Fokus der Ettlinger-Technik ist die Anwendung des eigenen Expertenwissens zur Herstellung von großvolumigen Formteilen. Darüber hinaus beschäftigen sich die Ettlinger-Ingenieure aber auch mit ausgefallenen Sonderspritzgießmaschinen, wie etwa Offshoreanlagen zum Umspritzen von Schweißnähten an großen Rohren auf Pipeline-Verlegeschiffen.

Wie erwähnt, sind Ettlinger-Spritzaggregate grundsätzlich zweistufig ausgeführt und werden für Volumina zwischen 5 und 160 l ausgelegt. Als Plastifizieraggregat fungiert ein Extruder, der mit einer separaten Kolben-Einspritzeinheit kombiniert ist. Eingesetzt werden in der Regel klein dimensionierte, energiesparende Spezialextruder. Der Extruder arbeitet dabei allerdings nicht kontinuierlich, sondern zyklisch, in Abstimmung mit dem Spritzzyklus. Auf diese Weise fördert der Extruder die Polymerschmelze druckgeregelt in den Schmelzespeicher. Der Einspritzkolben drückt die Schmelze anschließend durch eine druck- und geschwindigkeitsgeregelte Vorwärtsbewegung in das Werkzeug (Bild 1). Das verfahrenstechnische Zusammenspiel von Extrusions- und Einspritzeinheit wird über die Maschinensteuerung anschaulich eingestellt und visualisiert (Bild 2).

Kombinationskonzept schafft 90 kg Schussgewicht in 10 min

Der Vorteil des Systems ist, dass große Schussvolumina mit einer hohen Schmelzequalität bei vergleichsweise kleinen Schließkräften verarbeitet werden können. Bei den kleinen und mittleren Ettlinger-Spritzgießmaschinen sind das 5 bis 32 l mit 200 bis 800 t Schließkraft. Ettlinger-Großmaschinen sind mit einer maximalen Schließkraft von 3000 t und mit einem Schussvolumen bis zu 160 l verfügbar.

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