Interroll: Autonome Transportsysteme Mobile Roboter automatisieren Materialfluss

Von Konrad Mücke 3 min Lesedauer

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Interroll, führender Hersteller von Komponenten und Systemen für innerbetrieblichen Materialfluss, hat weitere Module für seine Light Conveyor Platform (LCP) verwirklicht. Das System ist für Autonome Mobile Roboter (AMR) des dänischen Herstellers MiR Mobile industrial Robots konzipiert.

Finden autonom ihr Ziel: die mobilen Roboter MiR250 mit dem Aufsatzmodul LCP zum Transport und Handling verpackter Spritzgiessteile. (Bild:  Interroll)
Finden autonom ihr Ziel: die mobilen Roboter MiR250 mit dem Aufsatzmodul LCP zum Transport und Handling verpackter Spritzgiessteile.
(Bild: Interroll)

Das jüngst verwirklichte Modul für die Light Conveyor Platform (LCP) lässt sich mit den Autonomen Mobilen Robotern (AMR) von MiR kombinieren. Damit sorgt es für effizienten und wirtschaftlichen Materialfluss in Fertigungsbetrieben. Die Autonomen Mobilen Roboter von MiR sind flexible, mobile Plattformen, die mit einer Vielzahl von An- und Aufbauten, sogenannten Top-Modulen, ausgestattet werden können. Damit lässt sich ihre Funktionalität erweitern. Das Top-Modul LCP von Interroll ist im Partnerprogramm MiR Go als Zusatzausstattung für die mobilen Roboter zertifiziert. Im Partnerprogramm sind bereits über 160 Aufsatzmodule qualifizierter Partnerunternehmen enthalten. «Unsere Kunden suchen nach bewährten Lösungen, die die gleiche Qualität aufweisen wie unsere Roboter und die sich leicht in ihre Kernproduktionsprozesse integrieren lassen. Genau das bietet Interroll als eines der führenden Unternehmen», so Rasmus Smet Jensen, VP of Marketing & Strategy bei MiR, und fügt hinzu: «Diese kompakte Lösung aus Roboter und angeschlossenem Förderer wird zweifellos die Materialflussprozesse weltweit verbessern – auch unter hochdynamischen Bedingungen.»

Über mehrere Etagen transportieren

Als Teil des strengen Testprozesses hat Interroll das Modul LCP mit einem Roboter MiR250 in seinem Kompetenzzentrum in Sant'Antonino implementiert. Der Produktionsbetrieb in der Schweiz ist darauf spezialisiert, Bauteile aus Kunststoff im Spritzgiessverfahren herzustellen. Die Produktion befindet sich auf zwei Etagen im Gebäude. Das stellt besondere Forderungen an die innerbetriebliche Logistik. Bisher mussten Bauteile von der Produktion zum Logistikbereich manuell transportiert werden. Es gab keine für den Transport über mehrere Etagen ausreichend flexiblen und geeigneten Transportsysteme.

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Autonom Produktion und Logistik verbinden

Gelungen ist die Automation des Materialflusses inzwischen mit den mobilen Robotern von MiR. Sie navigieren mühelos durch diese mehrstöckige Umgebung und benutzen autonom Aufzüge, um sich zwischen den Etagen zu bewegen. Jens Strüwing, Executive Vice President Product & Technology der Interroll-Gruppe, erläutert: «Die Wahl von MiR als Partner für das AMR-Top-Modul LCP war eine strategische Entscheidung. Wie Interroll ist auch MiR ein weltweiter Marktführer im Bereich Material­transport. Wir haben die Roboter von MiR in unserer Anlage getestet und konnten uns von deren Fähigkeit überzeugen, unsere internen Prozesse zu optimieren. Die AMR von MiR sind für uns eine ideale Lösung in mehrfacher Hinsicht. Erstens sind sie mit unserer Produktionslogistik nahtlos kompatibel, zweitens weisen sie präzise Navigationsfähigkeiten in dynamischen Umgebungen auf und drittens können sie an Layout-Änderungen und Arbeitsabläufe angepasst werden. Ebenso wichtig für uns ist zudem, dass sie die Arbeitsplätze in der Schweiz sicherer machen.»

Profitabel durch Transparenz und 24/7-Betrieb

Um die Prozesse weiter zu optimieren, nutzt Interroll die in der Cloud verfügbare Software MiR Insights. Diese visualisiert wichtige Leistungsindikatoren, unter anderem zurückgelegte Strecken, abgeschlossene Missionen oder die Roboterauslastung und -verfügbarkeit. Die Software bietet Einblicke in stark frequentierte Bereiche. Sie ermöglicht, die Arbeitsabläufe und die Produktivität der Roboter zu verbessern. Seit der ersten Anwendung der Software im Juni des Jahres 2023 ist der mobile Roboter MiR250 durchschnittlich 22,3 Stunden pro Tag beschäftigt. Er legt dabei 106 km Wegstrecke auf dem Werksgelände zurück. Die Kombination des mobilen Roboters MiR250 mit dem Aufsatzmodul LCP hat den für Handhabung und Transport von Kunststoffteilen aufgebrachten Aufwand verglichen mit dem manuellen Transport deutlich verkürzt. Das qualifizierte Personal bei Interroll kann sich nun auf Tätigkeiten konzentrieren, die menschliches Fachwissen, Kreativität und Entscheidungsfindung erfordern. Das Unternehmen rechnet mit einer positiven Kapitalrendite aufgrund der gesteigerten Effizienz und der reduzierten Arbeitskosten. (kmu) SMM

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