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Was „bewegt“ die Teilnehmer – Beispiele früherer Veranstaltungen
Was ist zu tun, so die Frage eines Teilnehmers, wenn aufgrund eines schlecht schmierenden Thermalöls die Lager einer Pumpe leiden? Als Lösung schlug die Expertenrunde den Einsatz einer weich-harten Lagerpaarung vor. Alternativ könne auch ein Lagerwerkstoff mit poröser Oberfläche und Notlaufeigenschaften getestet werden. Auch sei zu prüfen, ob die Temperatur gesenkt werden könne.
Ein anderer Teilnehmer fragte nach einer herstellerunabhängigen Software zur Pumpenauswahl – diese soll alle erforderlichen Auslegungsdaten zum Pumpenbetrieb abfragen und dann die Bauart der Pumpe, einen passenden Hersteller sowie eine passende Pumpe ausgeben.
Die Frage konnte so beantwortet werden: Auf Anregung der Pumpengruppe im VCI wurde ein Pflichtenheft zur EDV-Baugrößenauswahl erstellt (VDMA-Einheitsblatt 24278). Aufgrund dieser Unterlagen hat die Firma VSX – Vogel Software die Programmfamilie SPAIX-Software entwickelt. Bei diesen Softwarelösungen handelt es sich um umfangreiche, aber auch einfache Systeme zur Auswahl, Konfiguration und Angebotserstellung von Pumpen, angeboten als Desktop- wie auch als Web-Version. Die Programme ermöglichen eine Auswahl unter allen Firmen, die entsprechende Daten zur Verfügung gestellt haben.
Auch diese Frage stand zur Diskussion: „Welche Pumpe ist zum kontinuierlichen Fördern geringer Mengen (20 bis 200 g/min) mittel- bis hochviskoser Stoffe wie Brei oder Teig geeignet?“ Die Empfehlung der Fachleute war, hier eine Drehkolbenpumpe oder eine Exzenterschneckenpumpe einzusetzen.
Physik lässt sich nicht umgehen
Schnell gelöst war das Problem, dass bei der Oben-Entleerung eines 8 m hohen Tanks (75-prozentige Phosphorsäure, Dichte 1,54) die Fördersäule immer wieder bei einer Höhe von 1,5 m abreißt und der Tank nicht vollständig entleert werde: Da stößt die installierte Verdrängerpumpe ganz einfach an ihre physikalischen Grenzen (maximale Saughöhe – Medium verdampft aufgrund des Unterdrucks). Vorgeschlagen wurde, eine auf dem Tankboden eingetauchte Spaltrohrmotorpumpe zu installieren.
Manchmal gibt es aber auch keine Verbesserung des Ist-Zustands und dem Fragesteller wurde trotzdem geholfen, und zwar im folgenden Fall: Ein Teilnehmer hatte ein Medium bei höherem Druck und höherer Temperatur zu fördern, das abrasive Feststoffe und außerdem Lösungsmittel, denen kaum ein Werkstoff standhält. Die Pumpen waren nach einem halben Jahr total verschlissen und mussten durch neue ersetzt werden. Der Fragesteller suchte nach einem Pumpentyp, der länger standhielt. Aus dem Publikum kamen die verschiedensten Vorschläge, auch z.B. einen Pumpe, bei der das Laufrad steht und das Gehäuse sich dreht (Pitotrohrpumpe). Auf alle Vorschläge kam die Antwort: Habe ich geprüft. Habe ich ausprobiert. Geht nicht …
… doch „geht nicht“ gibt’s nicht! lesen Sie weiter auf der nächsten Seite.
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