Der vielleicht deutlichste Unterschied zwischen Num und anderen Unternehmen im CNC-Bereich liegt in der Fähigkeit und Bereitschaft zur kundenspezifischen Gestaltung der eigenen Produkte. Die offenen CNC-Systeme sowie die dezentrale F&E-Struktur mit Ingenieuren in aller Welt ermöglichen es, CNC-Software für Hersteller von Spezial-Werkzeugmaschinen individuell anzupassen, und zwar selbst für einige wenige Maschinen oder Einzelstücke (Beispiel siehe Kasten).
«Wir decken die komplette Palette an CNC-Technologie ab, einschliesslich Steuerungen, Antriebe und Motoren, und unser Geschäft ist zu 100 % auf CNC ausgerichtet», so Peter von Rueti, CEO von Num. «Unsere Mitarbeiter werden im Prinzip Teil der F&E-Abteilungen des betreffenden Werkzeugmaschinenherstellers, dem wir damit einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil verschaffen.»
Für Num hat eine solche technische Partnerschaft unter anderem den Vorteil, dass das Unternehmen klare Signale erhält, welche Anforderungen an die Steuerungstechnologie gestellt werden und welche Herausforderungen in der Werkzeugmaschinenbranche bestehen, die wiederum in das F&E-Kernprogramm von Num einfliessen.
Schwerpunkte Energieeffizienz und Direktantriebe
Unter den technischen Trends, die Num derzeit im CNC-Bereich sieht, liegt der Schwerpunkt auf der Energieeffizienz, wobei vermehrt Antriebssysteme mit einem gemeinsamen Gleichstrom-Bus zur Rückgewinnung von Energie eingesetzt werden. Ein weiterer Trend ist der zunehmende Einsatz von Konfigurationen mit Direktantrieb, der eine höhere Leistung und Qualität ermöglicht. Zusammen mit anderen technischen Lösungen wie Antrieben mit Anti-Resonanz-Funktion unterstützt dieser Ansatz bei immer mehr Maschinenbauern das Bemühen um Einsparungen im Bereich der metallischen Rahmenkonstruktion sowie durch eine geringere Steifigkeit der Maschinen, ohne dass dies zu Lasten der Präzision geht.