Optimale Schweisstechnik für Schweizer Bob-Team

Redakteur: Redaktion SMM

An den Olympischen Spielen in Vancouver fuhren die Schweizer Bob-Teams mit neu entwickelten Hightech-Bobs durch den Eiskanal. Die Promec Estech AG, Niederweningen, hat mit ihrem Know-how in der Schweisstechnik massgeblich zur Verbesserung der Schweizer Bobs beigetragen, im Rahmen von «Citius»: Ein Gemeinschaftsprojekt von Forschung, Industrie und dem Schweizerischen Bobverband.

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mei. Das Projekt «Citius» ist erfolgreich gestartet. Es zeigt sich, dass die sechs Zweierbobs und die drei Viererbobs über viele Vorteile verfügen: eine grössere Fahrstabilität und eine verbesserte Aerodynamik. Zudem können die Einstellungen für jede einzelne Bobbahn individuell vorgenommen werden.

Das Material kann entscheiden

Ein Bob besteht fast ausschliesslich aus Metallteilen: den Kufen, der Verschalung und den unzähligen Schrauben. Bei einem Bob muss alles wie aus einem Guss zusammenpassen.

Für die Lenkung, Kufen und für Teile des Chassis wurde ein ferritischer, austenitischer Duplex-Stahl verwendet. Für diese hochleistungsbeanspruchten Teile, die extremer Kälte, Geschwindigkeit und einer wechselnden dynamischen Belastung ausgesetzt sind, wurden spezielle Schweissnähte benötigt. Diese wurden von Promec Estech im TIG-Verfahren mit einem Fronius-Magic-Wave-2000-Gerät gefertigt. Die Schwierigkeit der Aufgabe lag in der Wärmebehandlung des nicht problemlos zu verschweissenden Stahls. Die Teile mussten vor dem Schweissprozess im Ofen oder mit einem Handbrenner vorgewärmt werden und danach wieder langsam normalisiert werden, um Verzug zu vermeiden.