Chemisches Recycling Partnerschaft zur sinnvollen Pyrolyse von Kunststoffabfall steht

Redakteur: Peter Königsreuther

BASF, Quantafuel und Remondis erklären sich bereit, eine Zusammenarbeit beim chemischen Recycling von Kunststoffen zu überprüfen, bei der es auch um die Pyrolyse dieser Wertstoffe geht.

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Das soll aufhören! BASF, Quantafuel und Remondis haben deshalb eine Absichtserklärung zur Prüfung einer Kooperation fürs chemische Recycling von Kunststoffen unterzeichnet. Es geht dabei auch um die Möglichkeit einer gemeinsamen Investition in eine Pyrolyseanlage.
Das soll aufhören! BASF, Quantafuel und Remondis haben deshalb eine Absichtserklärung zur Prüfung einer Kooperation fürs chemische Recycling von Kunststoffen unterzeichnet. Es geht dabei auch um die Möglichkeit einer gemeinsamen Investition in eine Pyrolyseanlage.
(Bild: VCG)

Jährlich fallen laut Angaben von BASF in Europa knapp 20 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle an, die noch nicht recycelt werden. Durch das chemische Recyclings – ein zum mechanischen Recycling komplementärer Prozess – würde es aber möglich, insgesamt mehr Kunststoffabfälle in den Stoffkreislauf zurückzuführen, anstatt sie zu verbrennen. Die Pyrolyse verwertet dann Kunststoffabfälle, die etwa aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht mechanisch recycelt werden können.

Im Rahmen der oben bereits erwähnten Absichtserklärung geht es unter anderem um die Möglichkeit einer Investition in eine Pyrolyseanlage für Kunststoffabfälle, heiß es weiter. Geplant ist dabei, dass Remondis, ein Experte in Sachen Abfall- und Wasserwirtschaft, geeignete Kunststoffabfälle für die Anlage liefert, und BASF das in ihr produzierte Pyrolyseöl im Rahmen des Chemcycling-Projekts als Rohstoff im Produktionsverbund einsetzt. Quantafuel wird dazu das Prozess-Know-how beisteuern und die Anlage betreiben, denn man weiß um die Pyrolyse von gemischten Kunststoffabfällen und um die Aufreinigung von Pyrolyseöl. Der Standort der Pyrolyseanlagen stehe noch nicht fest.

Pyrolyseöl wird äquivalente Menge an fossilem Öl einsparen

Das aus Kunststoffabfällen gewonnene Pyrolyseöl wird dann in die Verbundproduktion von BASF eingespeist, so die Erklärung. Dabei werde die gleiche Menge an fossilen Ressourcen eingespart. Weil das Pyrolyseöl direkt am Anfang der chemischen Wertschöpfungskette steht, haben die fertigen Verkaufsprodukte die gleichen Eigenschaften Kunststoffprodukte, die aus fossilen Rohstoffen bestehen, machen die Protagonisten klar. Der Anteil des recycelten Materials werde den Endprodukten nach einem von unabhängiger Stelle zertifizierten Massenbilanzansatz zugeordnet. Die BASF kann dann zertifizierte Produkte mit dem Namenszusatz CcycledTM anbieten. Wobei Ccycled für chemisch Recycelt steht..

Gute Unterstützung für die EU-Nachhaltigkeitsstrategie Green Deal

„BASF hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2025 jährlich 250.000 Tonnen recycelte Rohstoffe zu verarbeiten. Dabei ist es wichtig, nur Rohstoffe einzusetzen, die aus Kunststoffabfällen gewonnen werden, welche sonst nicht recycelt worden wären“, sagt Dr. Lars Kissau, Senior Vice President Global Strategic Business Development Petrochemicals, BASF. Kjetil Bøhn, CEO von Quantafuel erklärt: „Wir machen stetig Fortschritte beim Hochfahren unserer ersten Anlage in Skive. Jetzt können wir mit dem Roll-out der Technik beginnen.“ Und Jürgen Ephan, Geschäftsführer von Remondis-Recycling, weist auf die Bedeutung des gemeinsamen Projekts hin: „Um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, die sich die Europäische Union in ihrem visionären Green Deal gesetzt hat, ist es unerlässlich, die Recyclingquoten überall dort zu erhöhen, wo es technisch und wirtschaftlich machbar ist.“

Der rechtliche Rahmen auf EU- und nationaler Ebene wird entscheidend dafür sein, ob chemisches Recycling zukünftig zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe beitragen kann. Dazu gehört auch, dass Produkte, die auf chemisch recycelten Rohstoffen basieren, auf die Rezyklateinsatzquoten angerechnet werden, betonen die Partner in Sachen Pyrolyse.

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