PEEK-Verarbeitung für geringe Schussgewichte
Die Verarbeitung von PEEK ist anspruchsvoll und es ist viel Erfahrung und Wissen in der Werkzeugtechnologie dafür notwendig. Die Firma Köbelin Formenbau entwickelte einen speziellen Dosierblock mit integrierter Heisskanaldüse, die speziell für die Verarbeitung von PEEK ausgelegt ist.
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Ari. In Bezug auf den anspruchsvollen Rohstoff PEEK hat sich die Firma Köbelin Formenbau das erforderliche Know-how in Werkzeugtechnologien erarbeitet, welche für die Prozesssicherheit von entscheidender Bedeutung sind. Das Schussgewicht solcher PEEK-Anwendungen beträgt in vielen Fällen wenige Gramm oder liegt deutlich unter einem Gramm. In der Regel werden diese Teile auf Spritzgiessmaschinen mit Schliesskräften zwischen 150kN und 200kN hergestellt.
Im Verhältnis zu den sehr kleinen Kavitäten ist es notwendig, die Werkzeuge unnötig gross zu dimensionieren und mit Kaltkanal zu arbeiten. Ein erhöhtes Schussgewicht ist notwendig, damit die maximal zulässige Verweilzeit der Masse in den verhältnismässig grossen Schneckenzylindern nicht überschritten wird. Aus diesen Nachteilen resultiert ein zu hoher Materialdurchsatz. Aber auch der hohe Energieverbrauch überdimensionierter Maschinen sowie die erforderliche Energie zur Temperierung der verhältnismässig grossen Formen sind nicht befriedigend und verlangen nach neuen Lösungen.
Dosierblock mit Heisskanaldüse
Die perfekte Alternative bietet die vollelektrische Kleinstspritzgiessmaschine Micro Moulder 12/90 des englischen Herstellers MTT. Diese Maschine mit 90 kN Schliesskraft ist speziell für die Herstellung von Thermoplastteilen mit Schussgewichten von 0,02 g bis 12 g entwickelt. Die servoangetriebene Schnecke hat hervorragende Mischeigenschaften und eine extrem präzise Plastifizierung. Passend für diese vollelektrische Spritzgiessmaschine entwickelte die Firma Köbelin Formenbau einen speziellen Dosierblock mit integrierter Heisskanaldüse.
Die speziell für PEEK-Verarbeitung ausgelegte Heisskanaldüse wurde von der Firma Günther, Frankenberg, geliefert. Ein Dosierblock war notwendig, da das Spritzgiesswerkzeug mit ca. 100 x 100 x 120 mm Aussenabmessungen nicht den erforderlichen Einbauraum für eine Heisskanaldüse bot. Der Dosierblock und das ebenfalls bei Köbelin Formenbau hergestellte Spritzgiesswerkzeug wurden optimal wärmeisoliert und die Anlageflächen zwischen Form und Maschine minimiert, damit wenig Wärme zur Maschine übertragen wird. Trotz dieser Isoliertechnik sind die Maschinenaufspannplatten zusätzlich temperiert.
