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Quaser-BAZ erweitert die Produktionsmöglichkeiten
Das dreiachsige Bearbeitungszentrum bietet 1500 mm Verfahrweg in der X-Achse, 700 mm in der Y- und 610 mm in der Z-Achse. Der Maschinentisch ist mit seinen 1700 mm sogar noch ein bisschen länger. Damit ergänzt das BAZ die bislang im HSF-Maschinenpark verfügbaren maximalen X-Verfahrwege von 1000 mm und 3200 mm ideal.
Die Quaser MV 204 CPL verfügt über eine Big-Plus-Spindel, die wahlweise mit SK40- oder Big-Plus-Aufnahmen bestückt werden kann. Letztere eignen sich besonders für hochgenaue Teile, da dieses System durch Plananlage eine höhere Steifigkeit und Präzision bietet. Die Hauptspindel ermöglicht Drehzahlen bis 12 000 min-1 und eine Leistung von bis zu 30 kW. Und sie ist sehr stabil – für HSF war das ein weiteres Argument, wie Hartmut Spreitzer sagt: «Die Quaser ist momentan unsere kräftigste Maschine, mit der wir auch richtig schruppen können. Dabei ist sie sehr dynamisch und gleichermassen fürs Schlichten geeignet.»
Das BAZ zeichnet sich ausserdem durch eine KSS-Pumpe aus, die dem Anwender die Wahl zwischen einem Druck von 20 und 50 bar gestattet, was dem Einsatz von kleinen Bohrwerkzeugen mit innerer Kühlmittelzufuhr entgegenkommt. Zur hohen Flexibilität trägt zudem der Werkzeugwechsler bei, der sich aus 60 Magazinplätzen bedienen kann. «Damit verfügt die Maschine über eine grosse Anzahl Werkzeuge, die insbesondere für die 5-Achs-Bearbeitung benötigt wird», ergänzt Christian Krewer. «Denn es war von vornherein geplant, das 3-Achs-BAZ mit einem aufsetzbaren, zweiachsigen Drehtisch zu ergänzen, der bei Bedarf eine fünfachsige Bearbeitung ermöglicht.»
Parallel dreiachsig bearbeiten
Leider stellte sich bald heraus, dass die Wahl des Drehtisches für diese Maschine nicht optimal war. Hartmut Spreitzer begründet: «Dieser mit der Quaser MV 204 CPL bestellte Schwenk-Drehtisch war leider so gross, dass mit ihm der ganze Maschinentisch belegt war. Dabei wollten wir gerne noch zeitgleich einen Schraubstock für dreiachsiges Zerspanen installieren, und das war nicht möglich.»
So diskutierten Spreitzer und Krewer die Alternativen. Schnell stiessen sie auf das Angebot des Schweizer Rundtisch-Spezialisten pL Lehmann. Beiden gefielen die Technik und die kompakte Bauweise so sehr, dass sie sich für den zweiachsigen Getriebe-Drehtisch T1-520520 varioX mit einem möglichen Planscheibendurchmesser von bis zu 350 mm entschieden.
«Die Neuinstallation des Lehmann-Tisches war sehr einfach. Doch was am wichtigsten ist, es bleibt auf dem Maschinentisch noch genügend Platz frei, um parallel vernünftig dreiachsig arbeiten zu können», urteilt Hartmut Spreitzer zufrieden. Bei HSF wird diese Möglichkeit in verschiedener Weise genutzt. So kommt es vor, dass Teile erst dreiachsig geschruppt und dann fünfachsig geschlichtet werden. Häufiger ist jedoch ein anderer Einsatzfall, wie Hartmut Spreitzer ausführt: «Wir müssen immer wieder komplexe 3D-Teile sechsseitig bearbeiten. Für kleine Serien bietet sich diese Maschine an. Wir erledigen auf dem Lehmann-Schwenk-Drehtisch die fünfseitige Bearbeitung des Rohlings, und im Schraubstock daneben fräsen wir die sechste Seite. So erhalten wir immer ein fertig bearbeitetes Teil von der Maschine.»
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