Beschichtung Pfeilgiftfrosch sorgt für Flugsicherheit

Redakteur: Susanne Reinshagen

Flugverspätungen wegen vereisten Tragflächen könnten bald der Vergangenheit angehören. Ein US-amerikanisches Forscherteam hat sich den Pfeilgiftfrosch als Vorbild genommen und eine neue Methode entwickelt, welche die Eisbildung erheblich verzögert.

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(Bild: Airbus)

Eine tropische Froschart hat Forschern zu einem neuen Überzug für Flugzeuge verholfen, welcher der Enteisung dient. Die Beschichtung sondert Frostschutzmittel nach einem ähnlichen Mechanismus ab, wie der Frosch sein Gift freisetzt. Das Forscherteam rund um Konrad Rykaczewski von der Arizona State University konnte durch diese Entwicklung die Eisbildung auf Flugzeugen erheblich verzögern.

Zwei Schichten halten Eis fern

Die Beschichtung besteht aus zwei Schichten. Die innere Schicht speichert das Frostschutzmittel, während die äussere, poröse Schicht stark wasserabweisend ist und den kalten Regen, der später zu Eis werden könnte, abperlen lässt. Wenn die äussere Schicht den Wetterbedingungen (z.B. durch die Akkumulation von Kondenswasser oder Frost) nicht mehr standhalten kann, setzt der Pfeilgiftfrosch-Mechanismus ein: Die innere Schicht gibt das Frostschutzmittel frei.

Der neue zweischichtige Überzug kann die Bildung von Eis auf dem Flugzeugkörper drastisch verzögern: Sie hält 60 Mal länger stand als die wasserabweisende Beschichtung alleine. Lob gibt es auch von Forscherkollegen: Sie halten Rykaczewskis Idee laut Phys.org für «innovativ und vielversprechend». <<

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