Phoenix Mecano Komponenten AG: Neuheiten aus der Lineartechnik

Redakteur: Hermann Jörg

>> Zur Motek 2011 präsentierte RK Rose+Krieger, eine Tochtergesellschaft der Phoenix Mecano AG, mit der Lineareinheit Duoline 120 Z ein neues Mitglied dieser Baureihe, zeigte erstmalig Adapterplatten für Hubsäulen sowie einen Axialausgleich für Elektrozylinder. Ausserdem stellte der Spezialist für Linear-, Profil-, Verbindungs- und Modultechnik eine optimierte Version seiner EPX- Lineareinheit sowie die Konzeptstudie einer weiteren Powerlift-Industriehubsäule vor.

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Adapterplatten entspannen überbestimmte Systeme und erlauben das präzise Ausrichten der Hubsäulen. (Bild: RK Rose+Krieger)
Adapterplatten entspannen überbestimmte Systeme und erlauben das präzise Ausrichten der Hubsäulen. (Bild: RK Rose+Krieger)

joe. Trotz präziser Fertigung und Montage lassen sich beim Einbau technischer Baugruppen kleinste Toleranzen nicht vermeiden. Bei starren Systemen wie Hubsäulen oder Elektrozylindern führt dies zu Verspannungen und fehlerhafter Funktion: Ein schwerfälliger Lauf, erhöhte Energiekosten und eine Überlastung bis hin zum kompletten Geräteausfall sind die Folge. Der Spezialist für Linear-, Profil-, Verbindungs- und Modultechnik, RK Rose+Krieger, hat für dieses Problem eine Lösung entwickelt, die es so auf dem Markt noch nicht gibt: Adapterplatten für Hubsäulen und einen Axialausgleich für Elektrozylinder.

Adapterplatten und ein Axialausgleich

Die Adapterplatten für statische Hubsäulen sorgen für einen Vertikalausgleich in der Z-Achse und damit für die Entspannung überbestimmter Systeme. Durch den Horizontalausgleich um die X-Y-Achse lassen sich die Hubsäulen justieren und ausrichten. Zudem bietet die Adapterplatte eine einfache Möglichkeit der Anbindung an die Montageplattform. Eine kleine Libelle erleichtert zudem die präzise Ausrichtung.

Mit dem Axialausgleich für Elektrozylinder bietet dieser Hersteller eine einmalige Lösung für alle Konstruktionen, bei denen es keine Möglichkeit zum exakt parallelen Einbau von mindestens zwei Zylindern gibt. Auch die präzise Einstellung der Lage der Zylinder zueinander wird damit deutlich erleichtert. Der Adapter verzeiht kleine Bautoleranzen und richtet die Elektrozylinder präzise zueinander aus. In Verbindung mit einem Gelenkauge eliminiert er zudem Verspannungen.

Neue Duoline-Linearachse

Die erfolgreiche Produktfamilie der mittels Zahnriemen oder Spindel getriebenen RK-Linearführungen wächst weiter: Nach den Lineareinheiten in den Baugrössen 160 und 80 stellt RK die Duoline 120 Z vor. Ab Januar 2012 ist die neue Linearführung mit Zahnriemenantrieb wahlweise mit einer 25-mm-Kugelschiene oder in der Ausführung mit zwei 15-mm-Schienen verfügbar. Wie bei allen Duoline-Linearachsen sorgen innen liegende Kugelschienenführungen für hohe Belastbarkeit, Dynamik und Lebensdauer. Die Zahnriemen-getriebene Variante zeichnet sich durch einen besonders platzsparenden und flexiblen Anbau der Motoren aus. Der Kunde kann jederzeit Änderungen an der Achs-Motor-Konfiguration vornehmen. Alle Linearachsen dieser Produktfamilie sind auf Wunsch mit einem Edelstahlband gekapselt und erreichen die Schutzart IP40. Eine zentrale Schmiermöglichkeit über Trichterschmiernippel direkt am Schlitten minimiert den Wartungsaufwand. T-Schienen mit Gewindebohrungen erleichtern die Anbindung von Nutzlasten.

Konzeptstudie einer neuen Elektrohubsäule

Mit der Konzeptstudie Powerlift XL präsentierte der Spezialist auf der Messe eine neue Elektrohubsäule mit modularem Aufbau für den industriellen Einsatz. In der vorgestellten Low-Level-Ausführung mit DC-Antrieb ist die Säule konzipiert für eine Einschaltdauer von 15 % beziehungsweise minimal 100 000 Doppelhübe. Ausgestattet mit einer TR-Spindel erreicht diese Säule Druck- beziehungsweise Zugkräfte bis 5000 N (15 mm/s). Eine Momentenabstützung von 250 bis 400 Nm spart zusätzliche Momenten-Aufnahmen und eröffnet damit neue Konstruktionsmöglichkeiten. Eine High-Level-Ausführung mit Drehstrommotor und 100 % Einschaltdauer soll folgen.

Optimierte EPX-Lineareinheiten

Die überarbeitete Version der seit vielen Jahren bewährten EPX-Lineareinheiten bietet eine höhere Präzision und niedrigere Toleranzen der Montageflächen zueinander. Hierdurch lässt sich die Einheit problemlos in Konstruktionen einbinden. Die neue EPX-Generation ist mit den Vorgängermodellen kompatibel, aber wartungsfreundlicher und zudem besser zu reinigen. Neu ist auch die standardmässige Arretierung des Führungsschlittens, die ein ungewolltes Verstellen vermeidet. Optimierte Werkstoffkombinationen verringern den Verschleiss und erhöhen die Lebensdauer der Lineareinheit. <<

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