Primacon Vertriebs GmbH: Schweizer Spannsystem optimiert das Mikrofräsen
>> Beim Mikrofräsen gibt es keinen Spielraum für Toleranzen, das gilt insbesondere in Dentallabors, in der Uhren- und Schmuckbranche, in Medizintechnik und im Werkzeug- und Formenbau. CNC-gesteuerte Mikropräzisions-Fräsmaschinen von Primacon aus Peissenberg sind in diesem Sektor ein Begriff. Der Hersteller hochgenauer Fräsanlagen setzt in der Werkzeugspannung auf das Schweizer Spannmittel «Powrgrip». Es ist aufgrund seiner Konzeption sehr steif und reduziert dadurch Vibrationen an der Schneide.
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«Wir waren es satt. Ständig musste während der Produktion neu eingerichtet und gemessen werden. Das eingesetzte Werkzeugspannsystem hatte nicht nur anwendungstechnische Probleme, sondern brachte auch nicht die Qualität, die unseren und den Ansprüchen unserer Kunden genügen würde», erinnert sich Muhammer Kör vom Vertrieb bei Primacon.
Hochpräzise CNC-gesteuerte Mikro-Fräsmaschinen
Mittlerweile blickt er entspannt zurück. Das 1995 gegründete, weltweit agierende Unternehmen ist spezialisierter Hersteller von hochpräzisen CNC-gesteuerten Mikro-Fräsmaschinen und kompakten Bearbeitungszentren für Kleinteile mit Genauigkeitsanforderungen von 0,001 mm. Zur Lösung des Problems holte sich Primacon einen Schweizer Spezialisten für die Werkzeugspannung zur Seite.
Heute heisst es bei Primacon-Anwendern nur noch: «Spannen, einsetzen, Nenndurchmesser eingeben, Länge und Radius im Laser vermessen, Programmierung – Teile fertigen.» Das heisst auch: Seit Einsatz des Werkzeugspannsystems des Schweizer Herstellers kann sich der Anwender blind darauf verlassen, dass die Präzision stimmt – ganz gleich ob er es mit Titan, Kobalt-Legierungen, Karbon oder Kohlefaserstoffen zu tun hat.
Vorteile in der Mikro-Bearbeitung
Die Erfolgsgeschichte des Spannsystems in der Mikrozerspanung und im Besonderen bei Primacon hat vielfältige Gründe.
Dazu Michael Reichmann, Anwendungstechniker bei Primacon: «Wir sind auf das System umgestiegen, weil wir klare Vorteile in der Bearbeitung festgestellt haben: Die Steifigkeit der Werkzeughalter bringt einen riesigen Vorteil für die präzise Bearbeitung zur Herstellung bester Oberflächengüten mit sich. Das Verhalten der Vibrationen ist mit dem dämpfenden Werkzeughaltesystem viel besser als vorher und führt zu erstklassigen Endergebnissen. Im Vergleich merkt der Fachmann an der Maschine sofort, dass die Bearbeitung ruhiger und stabiler läuft.»
Präziser Rundlauf und schwingungsarm
So etwa in Dentallaboren, die individuellen Zahnersatz herstellen. Dort sind die Rundlauf- und die Passungsgüte ausschlaggebend, mit welcher Qualität Zahnersatz gefertigt werden kann. Beispielsweise müssen beim Passungsfräsen die Passungsqualitäten im Boden hoch sein. Dazu ist nicht allein ein guter Rundlauf, sondern vor allem vibrationsfreies Fräsen unter dynamischer Beanspruchung sehr wichtig. Diese Belastungen fängt das Spannsystem auf. Da nun nahezu keine Passungsschwierigkeiten mehr auftreten, wird verhindert, dass mangelhafte Keramikbrücken hergestellt werden und entsorgt werden müssen. Schon durch das Einsparen der Materialkosten amortisiert sich das Spannsystem in kurzer Zeit.
Rundlaufsicheres Spannsystem
Einen weiteren Vorteil bringt das Spannsystem mit seinem exzellenten Rundlauf den Anwendern von Primacon auch bei der Bearbeitung von Uhrenplatinen. Pro Platine rechnet der Hersteller mit 30 bis 50 Werkzeugwechseln. Die Umdrehungszahlen werden an jeden Arbeitsgang angepasst. Das verlangt eine stabile und genaue Maschine sowie ein stabiles und rundlaufsicheres Spannsystem.
Die wichtigsten Kriterien, die die Kunden im Blick haben, sind natürlich Produktivität und Qualität. Michael Reichmann: «Wenn ich von drei Schneiden nur eine zum Einsatz bringe, ist das alles andere als produktiv. Unsere Standardmaschinen werden mit 50 000 Umdrehungszahlen ausgeliefert. Auswuchten war aufgrund der ab Produktion von sehr gut ausgewuchteten Werkzeughaltern des Schweizer Herstellers bei uns noch nie ein Thema.»
Flexibel im Durchmesser
Im Mikrofräsbereich ist das Spann-System mit der dafür vorgesehenen Spannzangengrösse PG10, die einen Spanndurchmesser von 0,2 bis 6350 mm (1/4") abdeckt, das optimale Werkzeugspannsystem. Der Anwender benötigt keine Voradapter zur Einspannung und muss sich nicht um verschiedene Spanndrücke der jeweiligen Spanndurchmesser kümmern. So agiert er extrem flexibel und schnell.
Schlanke Störkontur
Michael Reichmann: «Für unsere Anwendungen ist das Spann-System im Bereich der Störkontur – betrachtet man Stabilität und Dämpfungsverhalten – gegenüber dem Schrumpfen gewaltig überlegen. Beim Simultanfräsen macht sich dieser Vorteil stark bemerkbar.»
Längengestaltung des Werkzeughaltersortimentes
In der gesamten Längengestaltung der am Markt erhältlichen Werkzeughalter bestehen grosse Differenzen in der Grundlänge. Für die Kühlmittelzufuhr kann das eine Problematik darstellen. Beim hier beschriebenen Spann-System ist die Spannzange immer an derselben Stelle.
Muhammer Kör sagt abschliessend: «Primacon-Maschinen, die für den Mikrofräsbereich ausgeliefert werden, verlassen heutzutage ausnahmslos mit dem Schweizer Spannsystem bestückt die Produktion. Nur mit diesem System garantieren wir die geforderte Qualität. Da stehen wir voll dahinter.» <<
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