Profile und Rohre <br/>professionell konstruieren

Redakteur: Redaktion SMM

Die Version 2009 von Copra RF konzentriert sich auf vier Schwerpunkte, welche die Konstruktion und Simulation von Profilen mit vorgestanztem Material oder die Auslegung von Well- oder Trapezprofilen erheblich verein­fachen. Aber auch der Konstruktionsprozess von komplexen offenen Profilen kann damit erheblich effektiver gestaltet werden.

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mei. In den vergangenen Jahren wurde immer deutlicher, dass die Verwendung der Finite-Elemente-Simulation in der Rollform-Industrie immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Bedingt durch das wachsende Interesse am Leichtbau, durch eine immer geringer werdende Blechstärke bei der Verwendung von mehr hochfesten Materialien zum Ausgleich der Stabilität werden die konstruktiven Anforderungen in diesem Bereich immer grösser. Immer mehr Profile werden mit vorgestanztem Material eingeformt, bei denen die Qualität der Löcher im Endprofil hinsichtlich der Lage und Form eine wichtige Rolle spielt.

Für solche Fälle gibt es derzeit in der Rollform-Industrie nur wenig Erfahrung - häufig wird das Ergebnis durch Versuch und Irrtum erreicht. Die einzige Möglichkeit, teuere und langwierige Experimente zu vermeiden, liegt in der virtuellen Berechnung des Prozesses mittels FEA. Deswegen hat sich Data M Sheet Metal Solutions einerseits darauf konzentriert, die Rollenkonstruktion effektiver und schneller zu machen. Andererseits sollte die zeitraubende Anpassung des Gitternetzes bei der Verwendung von vorgelochtem Material durch einen Automatismus in Copra FEA RF deutlich reduziert werden.

3D-Lochbild-Editor

Bevor das Gitternetz von vorgelochtem Band automatisch berechnet werden kann, muss die Lochform und die Lochposition mit Hilfe der Copra-RF-Design-Software eindeutig definiert sein.

Mit dem Ziel, beliebige Lochformen in beliebiger Kombination zu erlauben, wurde beschlossen, die Copra-RF-Softwaremit der Copra-Metalbender-3D-Lösung zu kombinieren. In Metalbender 3D ist es sehr einfach, 3D-Blechbiegeteile mit Löchern aus beliebigen Stanzformen zu definieren. Ein weiteres Ziel war, die Handhabung des 3D-Lochbild-Editors so einfach wie möglich zu gestalten. Die Löcher können sowohl im 3D-Teil als auch im flachen Band definiert werden. Neben der integrierten Bibliothek mit Standard-Lochformen kann der Anwender selbst Lochwerkzeuge erstellen und in einer eigens dafür vorgesehenen Bibliothek verwalten. Mit dem Programm können auch die einzelnen Stationen mit dem zugehörigen Lochbild gezeigt werden.