Engineering Promec-Estech / Bucher Unipektin: Intensive Zusammenarbeit trägt bei der Optimierung von Horizontalpressen Früchte
>> Zwischen den in Niederweningen (ZH) ansässigen Firmen Promec-Estech AG und Bucher Unipektin AG besteht seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit. Während des letzten Jahres wurden gemeinsam intensive Anstrengungen zur Senkung der Herstellkosten einer hydraulischen Bucher-Horizontalpresse für die Nahrungsmitteltechnik unternommen. Das Beispiel zeigt, wie beide Geschäftspartner anhand ausgeprägtem Datenaustausch ihre eigenen Produkte optimieren konnten.
Anbieter zum Thema

mei. Die Promec-Estech beliefert die Bucher Unipektin u.a. mit komplexen Schweissbauteilen für die hydraulischen Horizontalpressen, die weltweit in der Fruchtsaftindustrie eingesetzt werden. Wegen der Frankenstärke sah sich Bucher Unipektin gezwungen, die Herstellkosten insbesondere der von Schweizer Lieferanten bezogenen Komponenten deutlich zu senken – dazu gehören auch jene Pressen-Bauteile, die von Promec Estech hergestellt werden. Beim Unterfangen durften jedoch keine Qualitätsabstriche gemacht werden.
Komplett überdachte Konstruktion und FEM
Zunächst untersuchte ein Projekt-Team, bestehend aus Konstrukteuren der Bucher und Fertigungsspezialisten der Promec, jedes Bauteil der Maschine auf mögliches Einsparungspotenzial betreffend Material- und Herstellungskosten. Die ganze Konstruktion der geschweissten und gedrehten Hauptkomponenten wurde darauf überdacht. Als Resultat wurden Schweissnähte optimiert, wodurch die Bearbeitungsschritte der Einbauteile erheblich vereinfacht werden konnte. Beispielsweise hat sich die Gesamtschweisszeit eines Bauteiles von 50 auf 35 Stunden reduziert.
Von Anfang an waren bei der Verbesserung der kritischen Punkte an der Maschine innovative und sogar irrationale Ideen gefragt. Grundsätzlich sollte die neue Auslegung mit grösserem Füllvolumen mehr oder weniger den gleichen «Ertrag» bringen wie das «alte» Modell. Nach der Inspektion wurde die Konstruktion der gesamten Presse hinterfragt: Die Toleranzen wurden dem Einsatzzweck angepasst und aufgrund den Berechnungen konnte die Materialgüte optimiert werden. Während dieses Prozesses wurden auch verkaufstechnische Aspekte berücksichtigt. Später wurde die neue Maschinenkonfiguration in eine Finite-Elemente-Analyse eingebunden, welche die während des Betriebs vorherrschenden Kräfte simuliert und kritische Spannungsspitzen ortet. Nach der Auswertung der Resultate und den daraus folgenden Bauteilanpassungen bauten die beiden Partnerfirmen im Sommer 2011 einen Prototyp.
Produktionskosten um 15 Prozent reduziert
Anhand dieses Prototyps konnte nachgewiesen werden, dass die Herstellungskosten ohne Qualitätseinbusse um 15 Prozent reduziert werden konnten. Ausserdem entstanden aus dem Projekt weitere «unbezahlbare» Mehrwerte: Durch den intensiven Austausch hat die Promec-Estech ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise und die daraus resultierenden Anforderungen an die Bauteile gewonnen. Andererseits lernte Bucher Unipektin die Kostentreiber seiner Bauteile aus Fertigungssicht kennen.
Schliesslich flossen die Erkenntnisse des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in das Design einer anderen, sich in Entwicklung befindlichen, grösseren Maschine ein, wodurch auch die Herstellkosten dieses Maschinentyps erheblich gesenkt werden konnten. Die Erfahrungen aus dem erfolgreichen Projekt wurden nun in einen Drei-Jahres-Plan zur Fortsetzung des kontinuierlichen Optimierungsprozesses integriert. <<
(ID:31331180)
