Kontrolle von Spritzgussteilen

Qualitätskontrolle leicht gemacht

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Reproduzierbarkeit muss garantiert sein

Bei der Produktionsüberwachung geht es nicht darum, jedes hergestellte Teil auszumessen. Dies wäre bei rund 900 Millionen produzierten Kunststoffteilen im Jahr, welche die Stamm AG fertigt, auch nicht denkbar. Die wichtigsten Messungen erfolgen jeweils am Anfang einer Produktion, da die Reproduzierbarkeit der Prozesse garantiert sein muss.

Für die Validierung von Neuwerkzeugen auf einer Spritzgiessmaschine müssen statistische Auswertungen erbracht werden, bestehend aus verschiedenen Reihenmessungen. Dazu gehören eine Maschinenfähigkeitsanalyse, wobei jedes signifikante Mass gemessen werden muss und dies von mehreren Produktionschargen. «Der Validierungsprozess ist die aufwändigere Arbeit als die spätere Produktionsüberwachung. Sobald der Prozess eingefahren, die Maschinenparameter fixiert, das Messsystem festgelegt und alles validiert ist, reichen für die Serienproduktion von Medizinprodukten einige Stichproben täglich», so Martin Kaiser.

Prädestiniert für Qualitäts- prüfung und -überwachung

Für diese Messungen und Qualitätsüberwachung ist die O-Inspect prädestiniert, wie Adrian Schneebeli, Leitung Industrielle Messtechnik bei Carl Zeiss AG, versichert: «Der grosse Vorteil des Messgeräts ist sicherlich die Scanning-Option. Im Gegensatz zur Einzelpunktemessung tastet die O-Inspect einmal an und fährt dann die gewählte Kontur ab. Man kann bis zu 200 Messpunkte pro Sekunde aufnehmen. So bekommt man eine viel schnellere Aussage über Form und Masshaltigkeit, als wenn tausend Einzelpunkte abgenommen werden müssten.» Ein weiterer Pluspunkt: Eine unbekannte Kontur kann einfach durch einen Start- und einen Endpunkt definiert werden. Das System fährt dann automatisch diese Strecke ab und schaut, ob der Taster Kontakt hat oder nicht. Das kann sowohl eine 2D- wie auch eine 3D-Kontur sein. Genauso einfach ist das Erstellen eines Messplans. Einerseits kann ein 3D-CAD-Modell geladen werden und einzelne Elemente respektive Messpunkte definiert werden. Anderseits kann das Werkstück auf den Tisch gespannt werden, so dass direkt mit dem Taster oder der Optik am Originalteil die Messpunkte aufgenommen werden können. Bei Stamm schätzt man diese Vorteile der O-Inspect: «Das Gesamtkonzept überzeugt zu 100 Prozent, wir sind sehr zufrieden mit dem Messgerät und schätzen seine Flexibilität», meint Martin Kaiser abschliessend. <<

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