Rasante Einführung von CAM-System

Redakteur: Redaktion SMM

Wenn es eilt, fertigt ein Betrieb seine Werkstücke auf dem CNC-Bear-beitungszentrum am besten selbst. Wenn fast nur Einzelteile hergestellt werden, ist das satzweise Einfahren neuer Programme zu aufwändig – die Pro-grammierung muss in kürzester Zeit erledigt sein. Dieser Bericht zeigt an einem Beispiel, wie sich der Programmierer auf die Simulation des Program-miersystems Topsolid’Cam verlassen kann und dadurch auf einer neuen Maschine produktive Zeit gewinnt.

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mei. Die Firma Pamatech AG im zürcheri-schen Affoltern am Albis ist spezialisiert auf den Bau von Sondermaschinen für das Abfüllen und Verpacken von Lebensmit-teln und führt zwölf Personen auf ihrer Ge-haltsliste. Das Unternehmen ist dabei stark auf den heimischen Markt ausgerichtet. Geschäftsleiter David Weber erklärt: «Un-sere Maschinen bestehen im Wettbewerb, weil wir die Formate für die Verpackung automatisch umstellen können. Aufgrund der kleinen Mengen, die von unseren Kun-den in der Schweiz abgepackt werden, ist dieses Kriterium unser grösster Wettbe-werbsvorteil.» Im Bereich der Bereiterung von Beutelpa-ckungen ist die Pamatech AG Marktführer. Die Sondermaschinen bauen auf rostfrei-en Schweissstrukturen oder selbsttragen-den Blechkonstruktionen auf. Für die ein-zelnen Stationen der Maschine, beispiels-weise zum Füllen, Verschweissen, Berei-tern etc. bestehen die Baugruppen aus vielen Einzelteilen aus Inox oder Alumini-um. 20 Prozent der Teile sind komplex. Zur wirtschaftlichen Fertigung erfordern sie die Bearbeitung auf einer CNC-Maschi-ne. Aber auch einfache Werkstücke wer-den CNC-gefertigt.

Auf zwei Stunden reduzierte Wartezeit

Da Pamatech nur Sondermaschinen her-stellt, ist jede Maschine ein Prototyp. Stellt sich bei der Montage heraus, dass eine Baugruppe nicht richtig funktioniert, muss sofort umkonstruiert werden, was zur Fol-ge hat, dass Teile neu gefertigt werden müssen. Früher hat man die Werkstücke auswärts herstellen lassen. So verging meist eine Woche, bis zum Beispiel eine geänderte Kurvenscheibe wieder geliefert war. Das verzögerte die Montage und kos-tete Geld. David Weber hat sich deshalb überlegt, wie er diesen Zustand verbes-sern kann, mit dem Ziel, eine Express-Werkstatt einzurichten, welche die Warte-zeit auf zwei Stunden verkürzt und diesen Dienst auch anderen Firmen anbietet. Pamatech hat sich deshalb entschieden, eine Dreiachs-Fräsmaschine zu kaufen und gleichzeitig ein CNC-Programmiersystem anzuschaffen. Dass sich eine eigene Ferti-gung rechnet, hat man durch Vergleiche mit extern vergebenen Aufträgen geklärt.