Franke: Nachhaltige Wälzlager Revidieren minimiert Kosten und schont Ressourcen

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Nachhaltig zu arbeiten und Ressourcen zu schonen, sind auch im Maschinenbau inzwischen wichtige Kriterien. Häufig ist es besser, Maschinen und Komponenten instand zu setzen, anstatt sie zu verschrotten.

Effizient Gebrauchs- und Lebensdauer verlängern: Verschlissene Komponenten, beispielsweise Käfige und Wälzkörper, werden bei einer Instandsetzung getauscht.  (Bild:  Franke)
Effizient Gebrauchs- und Lebensdauer verlängern: Verschlissene Komponenten, beispielsweise Käfige und Wälzkörper, werden bei einer Instandsetzung getauscht.
(Bild: Franke)

Unternehmen sind bestrebt, die Effizienz und die Rentabilität ihrer Produktionsanlage zu erhalten oder gar zu verbessern. Beitragen können sie dazu, indem sie Maschinenelemente, zum Beispiel Wälzlager, revidieren lassen, statt sie zu ersetzen. Unter anderem Drahtwälzlager haben üblicherweise eine lange Lebensdauer. Doch selbst falls sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, können die aufwendig gefertigten Gehäuseteile weiterhin genutzt werden. Sie sind den Beanspruchungen des Lagers nicht direkt ausgesetzt und daher oft noch in gutem Zustand.

Wirtschaftlicher als Ersatzbeschaffung

Oft genügt ein Austausch einzelner Komponenten eines Wälzlagers. Das betrifft beispielsweise Laufringe, Wälzkörper und den Käfig. Damit können die Wälzlager wieder vollständig funktionsfähig gemacht werden. Diese Revision vermindert deutlich den Aufwand. Sie erweist sich als schneller und wirtschaftlicher. Zudem ist sie ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung von Ressourcen und zur Schonung der Umwelt.

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Insbesondere bei aufwendigen Gehäuseteilen, die eine komplizierte Geometrie haben oder aus exklusiven Werkstoffen wie Edelstahl bestehen, haben «Runderneuerungen» deutliche Vorteile. Aber bereits bei Standard-Drehverbindungen lassen sich – durch den Wechsel des Drahtwälzlagers – die Kosten um bis zu 60 Prozent vermindern.

Sicher passend durch Datenbestand

Anwender können darauf vertrauen, beim Wälzlagerhersteller Franke stets die optimale Revision für ihr spezifisches Drahtwälzlager zu erhalten. Denn die Spezialisten haben in Archiven sämtliche speziellen geometrischen Beschaffenheiten aller je gefertigten Drahtwälzlager gespeichert. Seit vielen Jahren geschieht dies in digitalen Datenbanken. Zuvor gefertigte Wälzlager sind handschriftlich dokumentiert. Somit existieren auch noch die technischen Spezifikationen von Drehverbindungen, die in den späten 1980er Jahren hergestellt wurden. Diese können nach wie vor herangezogen werden, um ein zu erneuerndes Drahtwälzlager passgenau zu ersetzen. Zertifizierte Abläufe und Prozesse gewährleisten zu jedem Zeitpunkt höchste Qualitätssicherheit und Zuverlässigkeit.

Refurbishing als qualifizierter Service

Nähern sich Drehverbindungen dem Ende der veranschlagten Lebensdauer, werden sie ausgebaut und zur Begutachtung an den Hersteller gesandt. Dort prüfen Spezialisten zunächst optisch deren Zustand und schätzen Möglichkeiten einer Revision ab. Ist aufgrund des äusseren Zustands eines Lagers eine Überarbeitung zu rechtfertigen, wird das Lager geöffnet und demontiert. Bereits in diesem Stadium erkennen die Spezialisten das vorhandene Recycling-Potenzial und können die Kosten realistisch schätzen.

Wird danach der Auftrag zum Refurbishing erteilt, reinigen und messen die Techniker bei Franke das Lager. Anschliessend fertigen sie ein passendes Lagerelement aus Laufringen, Wälzkörpern und Käfig und setzen es in die bestehenden Gehäuseteile ein. Das montierte Lager wird entsprechend aktuellen Qualitätsstandards geprüft und verifiziert. Bei Bedarf durchläuft es Tests auf Prüfständen. Erfüllt es sämtliche Spezifikationen zuverlässig, erhält der Auftraggeber ein dem ursprünglichen Lager vollwertig vergleichbares Wälzlager. Er kann es in seine Maschinen und Anlagen einbauen und ebenso wie ein originär angefertigtes Lager einsetzen.

Verschlissene Drehverbindungen revidieren

Eine nach individuellen Vorgaben gefertigte Drehverbindung befindet sich in einer Maschine zum Bearbeiten von Glas. Ihr Kugelkranz hat 400 mm Durchmesser. Die Drehverbindung ist äusserst widrigen Umgebungseinflüssen ausgesetzt. Dazu gehören beispielsweise Glasstaub und Hochdruckreinigungsmittel. Trotz spezieller Dichtungen am Gehäuse ist nicht zu vermeiden, dass das Lager­element verschleisst. Ein Austausch der Laufringe und der Wälzkörper würde das Lager wieder instand setzen.

Dazu wird die Drehverbindung zunächst beim Hersteller gemessen und beurteilt. Danach wird sie demontiert. Nunmehr können die Spezialisten den Zustand der einzelnen Elemente – Laufringe, Drahtkäfig und Wälzelemente – exakt beurteilen. Bei einer konkreten Drehverbindung ist beispielsweise das Drahtbett der umschliessenden Gehäuseteile wenig eingelaufen. Das erübrigt, diese Gehäuseteile nachzuarbeiten. Die Laufringe des Lagerelements zeigen leichte Abdrücke der Wälzkörper. Die Drehverbindung kann somit durch einen Austausch des Lager­elements vollständig instand gesetzt werden. Über diese Möglichkeiten erhält der Auftraggeber – hier der Betreiber der Glasbearbeitungsmaschinen – einen Bericht und Angaben zu den bei einer Revision entstehenden Kosten. Bei einer technischen Betrachtung der Drehverbindung ergibt sich der Wunsch, zusätzlich eine Bohrung für Schmiermittel anzubringen, um die Wartung zu vereinfachen. Die Spezialisten bei Franke fertigen nunmehr das passende Lagerelement mit der zusätzlichen Bohrung. Sie ersetzen die verschlissenen Komponenten des Wälzlagers und montieren sämtliche Bauteile wieder zur einbaufertigen Drehverbindung. Dabei prägen sie das Datum der Revision in den Aussenring des Lagerelements. So lässt sich die Instandsetzung bei weiteren Revisionen oder am Ende der Lebensdauer zuordnen. Der Auftraggeber kann die Drehverbindung in seine Maschinen als vollwertiges, genaues und zuverlässiges Maschinenelement einbauen. Verglichen mit einer Ersatzbeschaffung hat er jedoch erheblich weniger Kosten. Zudem leistet er einen wesentlichen Beitrag, weniger Ressourcen und Energie zu verbrauchen. (kmu)

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