Industrie 4.0

Rockwell: Automation Fair Chicago 2015

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Neuentwicklung: extrem schnelle CPU

Auf der Automation Fair gab es verschiedene Neuigkeiten, wie R. Gasser betont: «Was mich auf der Automation Fair beeindruckt hat, sind die neuen CPU-Generationen von Rockwell Automation. Die sollen laut Hersteller extrem schnell sein. Die CPU sind bei uns, wenn es um die Steuerungstechnik geht, die Kostentreiber. Wenn wir bei unseren Anlagen bisher fünf CPU einsetzen mussten, reicht in Zukunft eine. Das wäre ein massiver Fortschritt.»

Ruck Ruck Zack Zack im Berner Oberland

Auf die Frage des SMM, warum die CPU so wichtig sind, antwortet R. Gasser: «Weil die Prozessoren bis zu 70 Servo-Achsen ansteuern und dementsprechend eine kurze Zykluszeit verlangt wird. Wir verpacken bis zu 1200 Kapseln pro Minute. Wir produzieren zwar im Berner Oberland, aber bei unseren Anlagen geht das Verpacken ‹Ruck Ruck Zack Zack›. Dafür benötigen wir extrem schnelle CPU.»

Rockwell Automation mit sehr breitem Portfolio

Peter Geissendörfer ist Entwicklungsingenieur und Spezialist für Verpackungsautomation bei Rockwell Automation Schweiz. Auf Nachfrage des SMM, wie Rockwell Automation einzuordnen sei, sagt Peter Geissendörfer: «Rockwell Automation verfügt über ein sehr breites Portfolio. Wir bieten alles an, was im Automationsbereich benötigt wird: Netzwerktechnologie, Steuerungen, Antriebstechnik, Visualisierungen, Antriebssysteme bis hin zu Aktoren.»

Zur Automation Fair sagt Peter Geissendörfer: «Generell hat die Messe für mich als Verpackungstechnik-Spezialist einen absolut positiven Eindruck hinterlassen. Auch meine Kunden gaben mir ein positives Feedback. Jetzt kommen Systeme auf den Markt, die genau auf sie zugeschnitten sind. Unsere neuen Hochleistungs-CPUs, wie Herr Gasser bereits erwähnte, sind für Highspeed-Applikationen sicher ein Highlight. Ich denke, das wird bestehende, aber auch einige potentielle Kunden auf uns aufmerksam machen.»

Auf die Frage, wo solche High-Speed-CPUs genutzt werden, antwortet Peter Geissendörfer: «High-Speed-Applikationen finden sich beispielsweise sehr oft im Bereich der Verpackungstechnik wieder. In vielen Anwendungen geht man tatsächlich an die Systemgrenzen der Steuerungstechnik.»

Connected Enterprise

Da die gesamte Messe unter dem Thema Connected Enterprise lief, wollte der SMM von Frank Schirra wissen, welche Rolle Industrie 4.0 in Zukunft spielen wird: «Unser Connected-Enterprise-Konzept, respektive Industrie 4.0, bringt dem Endkunden einige Vorteile durch die Einbindung in seine gesamte System-Umgebung. Hier sind die Stichworte Maschinen- und Prozessvernetzung und ein digitaler ortunabhängiger Zugriff auf alle Prozesse. In den kommenden Jahren werden die Kunden kaum an Connected Enterprise vorbeikommen. Hier ergeben sich massive Vorteile auch beispielsweise der Kostentransparenz. In Zukunft wird es möglich, seine unterschiedlichen Produktionskonzepte dank Connected Enterprise sehr transparent miteinander zu vergleichen und zu optimieren. Die Zukunft der Maschinenindustrie wird eine vernetzte sein. Die einen machen früher mit, die anderen werden später dazukommen. Man darf nur nicht den Zug verpassen, dann kann es zu spät sein.» <<

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