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Schon früh erkannte er, dass Minimalmengenschmierung MMS nicht das Optimierungspotenzial besitzt, um bei den zukünftig auftretenden Herausforderungen neuer Werkstoffe als Schmier- und Kühlmittel der ersten Wahl zu gelten. «Die notwendigen Leistungsverbesserungen sowie Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit, den Umweltschutz und die Hygiene lassen sich künftig mit MMS und weiteren herkömmlichen Kühl- und Schmierkonzepten nicht so ohne weiteres erreichen beziehungsweise erfüllen», erklärt Reiner Rother. «Dabei ist gerade die Kühlschmierung ein wichtiger Mosaikstein im Zerspan-Gesamtsystem und hat grossen Einfluss auf die Produktivität und Qualität.»
Die im Laufe der Jahre gewonnenen Erfahrungen mit Anwendern, Werkzeugmaschinenherstellern sowie aus Forschungsprojekten und der Mitgliedschaft im Machining Innovations Network e.V. waren und sind wichtige Impulsgeber zur Entwicklung der neuen Technologie. ATS ist heute, so Rother, als Schlüssel zur ressourcen- und kosteneffizienten Fertigung bei der Bearbeitung eines breiten Materialspektrums anzusehen.
Temperaturvermeidung statt Bekämpfung
Herzstück der neuen Technologie sind die Aeorosol-Steuergeräte Aerosol Master 4000 beziehungsweise 4000c. Sie erzeugen in einem Druckbehälter aus geringen ml-Mengen Schmierstoff ein äusserst feines Aerosol mit Schmierpartikeln im Mikrobereich. Konstant geregelt dem Bearbeitungsprozess intern per Kühlkanal oder extern über eine Sprühdüse verlustfrei exakt an die Schneide zugeführt, sorgt das Aerosol für optimale Schmierung direkt am Schnitt und reduziert so wirkungsvoll das Entstehen von Reibungswärme. Reiner Rother: «Hitze vermindern statt bekämpfen, heisst unsere Devise.»
Sollte in Primärfunktion ATS zur Prozesskühlung in speziellen Anwendungen nicht ausreichen, kommt der Aerosol Master 4000c ins Spiel. Er kombiniert ATS mit einem speziellen Kühl-Gas. Mit dieser neuen Kühlschmiertechnologie lässt sich bei Bedarf die Zerspanungs-Kontaktzone auf bis zu –50 °C abkühlen.
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