Ruag mit hohem Betriebsverlsut

Redakteur: Redaktion SMM

Ruag musste für 2009 trotz Umsatzsteigerung einen hohen Betriebsverlust hinnehmen. Ursache sind Einmalbelastungen im Flugzeugstrukturbau.

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Der Technologiekonzern Ruag hat im Geschäftsjahr 2009 mit einer Neuausrichtung begonnen. Der Konzern wird sich in Zukunft verstärkt auf die Kerngeschäfte Aerospace (Luft- und Raumfahrt) mit den Divisionen Space, Aviation und Technology sowie Defence (Sicherheits- und Wehrtechnik) mit den Divisionen Electronics, Ammotec und Land Systems konzentrieren und gleichzeitig die Risiken im Flugzeugstrukturbau abbauen.Ruag konnte im Geschäftsjahr 2009 den Nettoumsatz dank der Stärkung im Raumfahrtgeschäft und der Abstützung in der Sicherheits- und Wehrtechnik um 10% auf 1696 Mio. CHF steigern. 49% des Gesamtumsatzes wurden im Marktsegment Aerospace und 43% im Marktsegment Defence erwirtschaftet.In fünf von sechs Divisionen ist Ruag profitabel unterwegs. "Ziel ist, in allen sechs Divisionen ein profitables Wachstum zu erzielen," sagt Dr. Lukas Braunschweiler, CEO der Ruag Holding AG. «Stabil entwickelte sich das Geschäft mit der Sicherheits- und Wehrtechnik. Hier sind alle drei Divisionen auf Kurs. Im Marktsegment Aerospace ist die Division Ruag Technology als einzige von drei Divisionen nicht profitabel. Besonders die risikoreichen Aussichten im Geschäft mit den zivilen Flugzeugherstellern, Programmverzögerungen bei den grossen Zivilflugzeugprojekten und die negativen Preis- und Wechselkursentwicklungen haben deshalb im Flugzeugstrukturbau zu Einmalbelastungen von CHF 160 Mio. für Abschreibungen auf Sachanlagen und Vorräten sowie für Rückstellungen geführt.» erklärt Dr. Lukas Braunschweiler. Wegen diesen Einmalbelastungen sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) insgesamt auf -113 Mio. CHF. Ohne die Einmalkosten im Flugzeugstrukturbau betrug der EBIT 45 Mio. CHF und damit 21% weniger als in der Vorjahresperiode. Der Reinverlust beträgt 107 Mio. CHF (Vorjahresgewinn 51 Mio. CHF).