Von wegen alles Käse

Saubere Hallenluft dank Filterturm-Technik

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Beide Türme sind für das IFA-Prüfzeichen W3 angemeldet und damit in Kürze offiziell zur Absaugung von Stäuben beim Schweissen hochlegierter Stähle zugelassen, zum Beispiel mit einem Nickel- und Chromgehalt von 30 Prozent und darüber hinaus. Der Abscheidegrad der Filter beträgt mehr als 99 Prozent und erfüllt damit die gesetzlichen Bestimmungen zur Luftrückführung in die Hallen. «Die Luftqualität hat sich enorm verbessert: In beiden Hallen schaffen wir jetzt einen sechsfachen Luftwechsel pro Stunde», erklärt Dr. Stephan Winkler, Geschäftsführer der Kalt Maschinenbau AG, zufrieden. Zum Vergleich: Konventionelle Raumlüftungssysteme mit weniger Leistung erreichen teilweise nur einen zwei- bis dreifachen Austausch pro Stunde.

So funktionieren die Filtower

Die Filtower funktionieren nach dem von der Berufsgenossenschaft empfohlenen Schichten- bzw. Verdrängungslüftungsprinzip. In einem Radius von bis zu 15 Metern saugen die Anlagen an der Gehäuseoberseite die verunreinigte Luft an. Im Innenbereich durchströmt sie zunächst das neu entwickelte Vorabscheidesystem, das sie von groben Partikeln befreit. Dadurch verbessert sich die Standzeit der nachgeschalteten Filterpatronen immens. Zugleich verringert sich das Risiko eines möglichen Filterbrands.

Im Anschluss werden die verbleibenden Feinpartikel durch Dauerfilterpatronen der Staubklasse «M» geleitet und dort nahezu zu hundert Prozent abgeschieden. Das Ergebnis: Der Luftstrom verlässt die Anlage praktisch frei von Partikeln und gelangt durch die bodennahen seitlichen Quellauslässe der Filtertürme in die Halle zurück. Die Beschäftigten werden somit gezielt und kontinuierlich mit reiner Luft versorgt, gleichzeitig wird die Luftzirkulation unterstützt.

Die Reinigung der Filtermaterialien erfolgt vollautomatisch mittels Druckluft. Anhaftende Schmutzpartikel werden hochwirksam entfernt und fallen in eine fahrbare Schublade mit 150 Liter Volumen unterhalb des Filterraums. Zwei verschliessbare Sammelkartons in der Schublade stellen die staubarme Entsorgung des abgesaugten Materials sicher.

Stand-alone-System: Schnelle Installation, einfaches Handling

Im Gegensatz zu zentralen Raumlüftungssystemen kommen die Filtertürme ohne Rohrsystem aus. Sie wurden komplett montiert und betriebsfertig angeliefert und waren innerhalb kürzester Zeit einsatzfähig. «Wir mussten sie lediglich noch an die Strom- und Druckluftversorgung anschliessen», erinnert sich Winkler. Darüber hinaus bieten die Filtower ein Höchstmass an Flexibilität: Bei produktionsbedingten Veränderungen der Schweissbereiche stellt die Firma Kalt die Filtertürme mittels Stapler oder Kran einfach und zügig in der Halle um.

Die Anlagensteuerung verfügt über ein grosszügiges Bedienpanel mit Display, das die wichtigsten Gerätefunktionen (Differenzdruck, Abreinigung usw.) für den Anwender anzeigt. Selbstverständlich unterbieten die Filtower die aktuellen Schallexpositionsgrenzwerte und können somit im direkten Arbeitsumfeld aufgestellt werden. Unkompliziert und schnell funktioniert auch der Filterwechsel: Die Technik ermöglicht den Austausch in Eigenregie und ohne Service-Einsatz in wenigen Minuten.

Effizient im Betrieb, schonend für die Energiebilanz

Beide Filtertürme sind mit hocheffizienten Elektromotoren und Frequenzumrichtern zur optimalen Leistungsregelung ausgestattet. Die von der Berufsgenossenschaft empfohlene Schichtenlüftung bringt einen zusätzlichen Energiespareffekt: Dank hochwirksamer Filtertechnik kann die bereits erwärmte Hallenluft wieder in den Arbeitsbereich zurückgeführt werden. Die Heizkosteneinsparung beträgt dadurch bis zu 70 Prozent pro Jahr. «Die Schweissrauchdecken in den Hallen sind Schnee vom letzten Jahr. Seitdem die beiden Türme im Einsatz sind, gehören geöffnete Hallentore der Vergangenheit an. Die warme Luft bleibt in der Halle und wird so optimal genutzt», resümiert Dr. Stephan Winkler. <<

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