Laserschweissen

Schunk Lasertechnik GmbH: Riss- und porenfreies Schweissen anspruchsvoller Werkstoffe

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Metallurgie lässt sich mit Zusatzwerkstoffen beeinflussen

Wenn über die Anpassung der Pulscharakteristik und -parameter an den Werkstoff noch keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt werden, lässt sich zusätzlich die Metallurgie mit Hilfe von Zusatzwerkstoffen beeinflussen. Dieses Verfahren spielt insbesondere bei hochchromhaltigen Chrom-Nickel-Stählen, bei mit Silizium und Magnesium legierten Aluminiumlegierungen sowie bei Molybdän eine Rolle. So hat sich beim Laserschweissen hochchromhaltiger Chrom-Nickel-Stähle, die aufgrund ihrer hohen Korrosionsbeständigkeit gerne in der Medizintechnik sowie in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, ein Zusatzdraht aus einer Nickelbasislegierung bewährt. Der zähe Werkstoff kann durch plastische Dehnung einen grossen Teil der beim Schweissen auftretenden Schrumpfspannung aufnehmen und damit verhindern, dass sich Heissrisse bilden.

Während sich Reinaluminium bereits mit Hilfe einer optimierten Pulsformung sehr gut schweissen lässt, neigen Aluminiumlegierungen mit Silizium, Magnesium, Lithium oder Kupfer verstärkt zur Heissrissbildung. Dies ist insbesondere bei Aluminiumlegierungen mit einer Magnesiumkonzentration zwischen 0 und 3,5 Prozent der Fall, die aufgrund ihrer guten mechanischen Eigenschaften und ihrer guten Zerspanbarkeit häufig in der Industrie eingesetzt werden. Sie lassen sich mit Zusatzdraht aus der niedrigschmelzenden eutektischen Legierung AlSi12 auflegieren und rissfrei schweissen. Gleiches gilt für den heissrissanfälligen Werkstoff AlSi1, der in der Automobilindustrie und in der Luftfahrt eingesetzt wird und ohne Zusatzmaterial als nicht schweissbar gilt.

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