Schunk Expert Days

Servicerobotik: eine Vision wird Wirklichkeit

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Mensch-Maschine Kooperation

Drei zentrale Themen werden die kommenden Jahre bestimmen, so Roko Tschakarow, Geschäftsbereichsleiter Mobile Greifsysteme bei Schunk: "Die Sicherheit für Mensch und Material, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Entstehung leistungsfähiger Anlagebauer und Systemintegratoren." Speziell rechtliche Rahmenbedingungen wurden angesprochen. "Hier geht es beispielsweise um Haftungsfragen beim Einsatz fahrerloser Systeme" erklärt Tschakarow. Auch der Datenschutz wird hier eine gewichtige Rolle einnehmen, schliesslich müssen eine Vielzahl von Daten erfasst und verarbeitet werden, damit der Roboter sicher navigieren kann. Während heutzutage Schutzzäune Mensch und Maschine trennen, wird in Zukunft die Mensch-Roboter-Kooperation wesentlich enger. Die Serviceroboter werden langfristig ein alltägliches Werkzeug für die Produktionsmitarbeiter werden und sie bei ergonomisch unangenehmen Tätigkeiten entlasten" erklärt Stefan Bartscher von der BMW Group. Mensch-Roboter-Kooperationen ohne Schutzräume werden die Montage von Fahrzeugen revolutionieren, so Bartscher weiter.

Anlässlich der Pressekonferenz wurden auch soziale Elemente diskutiert. Eine grundlegende Frage war, ob Roboter Arbeitsplätze wegrationalisieren. Dem widerspricht Nicola Tomatis von BlueBotics. Roboter würden vor allem in einem Umfeld eingesetzt, wo der Automatisierungsgrad bereits sehr hoch ist. Stellen in solchen Produktionsumgebungen seien folglich relativ sicher. Ausserdem würden Jobs in Forschung und Entwicklung sowie Konstruktion geschaffen. Dies bestätigt auch eine Studie der International Federation of Robotics. So wurden bis 2011 weltweit zwischen 4 und 6 Mio. Arbeitsplätze direkt durch die Robotik geschaffen. Anders gesagt: Auf jeden produzierenden Roboter entfielen 3 bis 5 Arbeitsplätze.

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