Sicherer Bohrprozess dank Überwachung

Redakteur: Redaktion SMM

Während des Swissmem-Zerspanungsseminars im Januar 2009 (siehe SMM 3 und 4, 2009) hat das Unternehmen Mikron Tool ein Modell entwickelt, um Bohrungsprozesse besser zu beherrschen. In diesem Beitrag wird aufge-zeigt, wie das mathematische Modell in die Praxis umgesetzt wird. Genaue Erkenntnisse über zu erwartende Werkzeugbeanspruchungen sind ein wesent-licher Bestandteil für die einwandfreie Beherrschung eines Bohrprozesses.

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Bei der vorliegenden Studie geht es darum, Schnittdaten auch für Materialien, bei denen keine Erfahrungswerte vorliegen, zuverlässig zu bestimmen. Dies ist zum Beispiel wichtig für die Optimierung von Bearbeitungsprozessen im Umfeld von Hochvolumenfertigung auf automatischen Bearbeitungssystemen.

Bestmögliche Schnittwerte fahren

Das vorgestellte Konzept führt von der empirischen Erfassung von technischen Daten über die Herstellung eines mathe­matischen Modells zur experimentellen Überprüfung und schlussendlich zur Umsetzung desselben. Mit dieser Methode ist es möglich, in Abhängigkeit vom Drehmoment für ver­schiedene Materialien und Bohrdurch­messer bestmögliche Werte für Vorschübe und Schnittgeschwindigkeiten theoretisch zu ermitteln. Die genauen Kenntnisse der auftretenden Drehmomente und Axial­kräfte erlaubt es zudem, die Spannvorrich­tungen und die erforderliche Spindel­motorleistung optimal zu dimensionieren.