Siemens: Ergebnis für 2. Quartal unter den Erwartungen

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Sektor Healthcare

Der Healthcare-Sektor wies einen Auftragseingang von 3,2 Milliarden Euro aus und lag damit um vier Prozent über dem Vorjahreswert, während der Umsatz um acht Prozent auf 3,4 Milliarden Euro stieg. Im Sektor Industry lag der Auftragseingang bei 5,1 Milliarden Euro und damit leicht über dem Vorjahreswert. Der Umsatz des Sektors kletterte um neun Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.

Sektor Infrastructure & Cities

Im neuen Sektor Infrastructure & Cities legte der Umsatz um sechs Prozent auf 4,3 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang ging wegen einer geringeren Zahl neuer Grossaufträge im Bahngeschäft um sechs Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zurück.

Sondereffekte belasten Ergebnis

Auf der Ergebnisseite wirkten sich vor allem ein Beteiligungsverlust von 640 Millionen Euro bei NSN und Projektbelastungen von 278 Millionen Euro in der Division Power Transmission negativ aus. Im Vorjahresquartal hatte der Sektor Energy ausserdem einen Ertrag vor Steuern von 1,5 Milliarden Euro aus dem Verkauf des 34-Prozent-Anteils an Areva NP an die Areva S.A. gebucht. Im zweiten Quartal wies der Sektor Energy ein Ergebnis von 573 Millionen Euro aus nach 2,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Sektor Healthcare kam auf ein Ergebnis von 424 Millionen Euro nach 450 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ergab sich im Wesentlichen aus einer Belastung von 38 Millionen Euro in Zusammenhang mit der "Agenda 2013".

Im Sektor Industry liefen die kurzzyklischen Geschäfte weiterhin sehr gut. So wurden unter anderem höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung mehr als wettgemacht. Das Ergebnis des Sektors Industry stieg um fünf Prozent auf 662 Millionen Euro.

Der neue Sektor Infrastructure & Cities steigerte im zweiten Quartal seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 270 Millionen Euro.

Insgesamt ging das Ergebnis der Sektoren aufgrund der genannten Faktoren im Vergleich zum Vorjahreswert von 3,7 auf 1,9 Milliarden Euro zurück. Im Vergleich zum Vorquartal verbesserte sich die Ertragslage. Denn in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2012 hatte Siemens ein Ergebnis der Sektoren von 1,6 Milliarden Euro erzielt. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten von Siemens lag im zweiten Quartal 2012 bei 1,1 Milliarden Euro.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2012 bestätigt Siemens seine Erwartungen eines moderaten organischen Umsatzwachstums gegenüber dem Geschäftsjahr 2011. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass der Auftragseingang den Umsatz erneut übertreffen wird. In den meisten Geschäften, einschliesslich seiner kurzzyklischen Industriegeschäfte, erwartet Siemens nach wie vor starke Ergebnisse. Siemens geht davon aus, dass Herausforderungen, hauptsächlich im Energieübertragungs-Geschäft, das Niveau des ursprünglichen Ziels von 6,0 Milliarden Euro für den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten des Geschäftsjahrs 2012 um 0,6 bis 0,8 Milliarden Euro belasten werden. <<

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