SKF (Schweiz) AG: Schmierstoff-Zuführung im µl-Bereich
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Das Unternehmen SKF hat ein Mikrodosiersystem entwickelt, das laut eigenen Aussagen mit einer Präzision arbeitet, wie sie sonst nur im Medizin- und Pharmabereich üblich ist. Bis zu vier Schmierstellen können mit diesem System individuell mit Öl versorgt werden. Es wird über Kapillarleitungen transportiert, die direkt bis an die Laufflächen der Lager geführt werden können. Dadurch ist eine präzise und bedarfsgerechte Schmierstoffversorgung sowie effektive Nutzung des Schmierstoffs in äusserst geringen Mengen möglich. Die Schmierstoffdosierung erfolgt über Mikroventile, deren Durchsätze individuell steuerbar sind und die je nach Anforderung den Schmierstoff schubweise oder in einem kontinuierlichen Volumenstrom dosieren. Dabei kann der Volumenstrom für jede Schmierstelle einzeln im Bereich von 0,5 bis 5 µl/min eingestellt werden. Zum Vergleich: Ein normaler Tropfen Öl hat ein Volumen von etwa 50 µl. Das Schmiersystem des Unternehmens SKF dosiert also Mengen, die 1/100 bis 1/10 eines Tropfens entsprechen – und das gestreckt über eine Minute. Der Schmierstoffbehälter des Systems steht unter Vordruck und erzeugt im Zusammenspiel mit der Ventilsteuerung einen definierten Öl-Volumenstrom. Um zu gewährleisten, dass der Volumenstrom unabhängig von Druck, Temperatur und Viskosität konstant bleibt, kann das System mittels eines Strömungssensors überwacht und ggf. durch eine SPS- oder Maschinensteuerung nachgeregelt werden. Gegenüber den herkömmlichen Öl- und Luft-Schmiersystemen benötigt das Mikrodosiersystem für den Öltransport keine Druckluft. Weiterer Vorteil: Durch den Verzicht auf Luft als Trägermedium kann das System bei Bedarf die Schmierstoffmenge hochdynamisch verändern und damit unmittelbar auf Ölbedarfsänderungen durch wechselnde Spindeldrehzahlen oder auf Viskositätsänderungen des Schmierstoffs reagieren. <<
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