Interview SMC setzt auf Partnerschaft und Nachhaltigkeit

Von Nastassja Neumaier 3 min Lesedauer

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Mit einem erweiterten Partnernetzwerk, innovativen Automatisierungslösungen und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit startet SMC ins neue Geschäftsjahr. Geschäftsführer Daniel Langmeier spricht im Interview über aktuelle Trends, energieeffiziente Produkte und die Bedeutung eines robusten Business Continuity Planning.

SMC-Geschäftsführer Daniel Langmeier: «In der Automatisierungsbranche gewinnen Daten, Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) zunehmend an Bedeutung.»(Bild:  Gregor Schuster)
SMC-Geschäftsführer Daniel Langmeier: «In der Automatisierungsbranche gewinnen Daten, Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) zunehmend an Bedeutung.»
(Bild: Gregor Schuster)

SMM: Für SMC beginnt im April das neue Geschäftsjahr. Welche Meilensteine hat SMC in diesem Geschäftsjahr erreicht?

Daniel Langmeier: SMC hat sein Vertriebspartnernetzwerk gezielt erweitert, um den Markt und die Kunden lokal besser zu bedienen. Ein starkes Partnernetzwerk ermöglicht es, moderne Lösungen direkt vor Ort bereitzustellen. Partner mit hoher Expertise und Innovationskraft schaffen neue Möglichkeiten für gemeinsame Kunden. Die Erweiterung des Netzwerks erleichtert den Zugang zu modernen Technologien und neuen Märkten. Zudem haben wir begonnen, den Sales-Bereich auszubauen, damit qualifizierte Vertriebsmitarbeiter enger mit Kunden zusammenarbeiten und individuelle Lösungen entwickeln. Dies stärkt langfristige Partnerschaften und fördert eine noch kundenorientiertere Marktbearbeitung.

Welche wesentlichen Trends sehen Sie in diesem Jahr in der Automatisierungsbranche?

D. Langmeier: In der Automatisierungsbranche gewinnen Daten, Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) zunehmend an Bedeutung. Echtzeitdaten helfen, Produktionsprozesse zu optimieren und Wartungsstrategien effizient zu steuern. KI und ML reduzieren Ausfallzeiten und steigern die Effizienz durch vorausschauende Wartung.

Ein weiterer Trend ist die wachsende Bedeutung kollaborativer Roboter (Cobots), die flexibel einsetzbar sind und den Fachkräftemangel überbrücken. Diese kosteneffizienten Roboter lassen sich schnell integrieren und steigern die Produktivität.

Auch Nachhaltigkeit und Energieeffizienz rücken stärker in den Fokus. Automatisierungslösungen werden ressourcenschonender, um Energieverbrauch und Kosten zu senken. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der Cybersecurity, da vernetzte Systeme vor Angriffen geschützt werden müssen. Diese Trends zeigen, dass Automatisierungstechnik eine Schlüsselrolle für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen spielt.

Welche Produkte bringt SMC in diesem Jahr voran?

D. Langmeier: SMC setzt klare Schwerpunkte auf nachhaltige und ressourcenschonende Produkte. Besonders wichtig sind Lösungen zur Energieeffizienz und Elektrifizierung, die betriebliche Kosten senken und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Ein Beispiel sind das «Air Management System» sowie die «Energy Efficiency Products». Solche Lösungen ermöglichen Energieeinsparung von bis zu 35 Prozent in bestehenden Anlagen.

Auch die Elektrifizierung von Automatisierungslösungen gewinnt an Bedeutung. Elektrische Antriebe und Steuerungen helfen, CO2-Emissionen zu senken, insbesondere, wenn erneuerbare Energien genutzt werden. Durch diese Entwicklungen setzt SMC auf Produkte, die Effizienz steigern und gleichzeitig ökologische Ziele unterstützen.

Welche Themen und Herausforderungen beschäftigen Sie derzeit am meisten?

D. Langmeier: Die momentane wirtschaftliche Lage und der steigende Wettbewerbsdruck, insbesondere durch asiatische Anbieter, stellen Herausforderungen dar. Unsere Kunden stehen unter starkem Kostendruck, was sich auch auf SMC auswirkt. Dennoch sehen wir Chancen, da SMC nicht nur hochwertige Produkte, sondern auch exzellenten Service bietet. Wir entwickeln gezielt Lösungen, die Kunden helfen, ihre Maschinen kosteneffizienter zu betreiben und ihre Betriebskosten zu senken. So können wir uns im Wettbewerb differenzieren und Marktchancen nutzen.

Welche Rolle spielt die Sicherstellung der Geschäftstätigkeit inklusive der Lieferketten für SMC in Zeiten globaler Krisen?

D. Langmeier: Ein durchdachtes Business Continuity Planning (BCP) ist essenziell, um auch in globalen Krisen lieferfähig zu bleiben und Risiken zu minimieren. Geopolitische Konflikte, Pandemien oder Naturkatastrophen können massive Störungen verursachen, doch mit geeigneten Massnahmen bleibt SMC handlungsfähig.

Zu diesen Massnahmen gehören Notfallteams, alternative Standorte und eine flexible Produktionsverlagerung. Innerhalb eines Monats kann SMC beispielsweise eine Produktion von einem Werk in ein anderes verlegen, um Kunden zuverlässig zu beliefern. BCP stärkt das Vertrauen der Kunden und sichert langfristige Geschäftsbeziehungen.

Wie gewährleistet SMC durch BCP sichere Lieferketten und zuverlässigen Support?

D. Langmeier: Ein wichtiger Schritt ist die Einführung einheitlicher Softwarelösungen wie «ARAS». Diese ermöglicht den weltweiten Datenaustausch und eine effiziente Zusammenarbeit zwischen unseren internationalen Standorten. So sind unsere fünf technischen Zentren in Japan, China, Deutschland, UK und den USA in der Lage, 24/7-Service anzubieten.

Zudem verfolgt SMC eine globale Lieferantenstrategie, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Falls ein Lieferant ausfällt, kann auf alternative Quellen zurückgegriffen werden. Ein neu etablierter Lieferantenpark in Japan schafft weitere Synergien und stellt sicher, dass benötigte Materialien und Komponenten stets verfügbar sind.

Vielen Dank für diesen Einblick, Herr Langmeier.

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