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Mikromechanische Metallkom-ponenten für den Medizinsektor
Der Bereich Mikromechanik ist ein wei-teres ständig wachsendes Standbein der Rudolf Brügger. Ein grosses Wachs-tumspotential sieht der Unternehmer im Bereich Medizinaltechnik. Der Umatz mit steigender Tendenz in diesem Segment bestätigt seine Visionen.Diese Entwicklung ist verbunden mit ei-ner Expansion in die Welt der 5-Achs-Tech-nologie. Schon 1998 nahm Rudolf Brügger das erste 5-Achs-Bearbeitungszentrum mit automatischen Palettenwechsler der Fir-ma System 3R in Betrieb. Vier weitere 5-Achs-Zentren folgten, um den höheren Anforderungen an Orthopädie- und Medi-zinal-Produkten gerecht zu werden und um hochpräzise Produkte in bestimmten Serien garantieren zu können.
komplexe teile
«Wir produzieren Teile ? spezielle Teile im Mikrobereich mit hoher Komplexität, die andere nicht herstellen können oder wollen», fasst Rudolf Brügger zusammen. Me-dizinische Komponenten sind dabei be-sonders anspruchsvoll. Das zu bearbeiten-de Material ist meist Titan und die Formen sind äusserst komplex. Es werden Freiformflächen gefräst, die nur mit der 5-Achs-Technologie zu fertigen sind, oder spezielle Gewinde, die dem Chi-rurgen erlauben, Schrauben aus verschie-denen Richtungen durch das Gewinde zu drehen und damit das Implantat leichter am Knochen befestigen zu können. Für solche Teile kann ungefähr eine Stunde Bearbeitungszeit notwendig sein bei 35 Werkzeugwechseln. Gefertigt werden Pro-totypen genauso wie Klein- und Mittel-serien.
effiziente Produktion durch automatisierung
Wirtschaftlichkeit und zusätzliche Flexibi-lität bringt die Automatisierungslösung von System 3R. «Ohne Automatisierung lohnt sich die 5-Achs-Technologie fast nicht. Die Investitionen in die Bearbei-tungszentren sind so hoch, dass die Ma-schinen unbedingt länger als acht Stunden pro Tag laufen müssen, am besten 24 Stun-den», bestätigt Rudolf Brügger.Deshalb hat Rudolf Brügger sich für die Workmaster Zelle von System 3R entschie-den die mit zwei Ultra-Hochgeschwindig-keits-Bearbeitungszentren von Mikron verbunden ist. Das Unternehmen kann da-durch auf beschränktem Platz die volle Kapazität der zwei 5-Achs-Bearbeitungszent-ren nutzen. Der grosse Roboter bedient beide Bear-beitungszentren, und es können mannlose Schichten gefahren werden. Rudolf Brüg-ger fasst zusammen: «Ohne Roboter brauchte es entsprechende Ressourcen: Platz, Werkzeuge und Arbeitszeit.»
Palettierte Produktion
Insgesamt sind vier der fünf Bearbeitungs-zentren automatisiert. Die Maschinen pro-duzieren kontinuierlich und be- und ent-laden automatisch. Ein Vorteil liegt darin, dass die Werkstücke ausserhalb des Pro-duktionsprozesses aufgespannt werden können. Bei Werkstücken, die auf verschie-denen Maschinen bearbeitet werden müs-sen, tritt kein Verlust der Genauigkeit auf. Die Palettier-Lösung von System 3R bie-tet eine erhöhte Flexibilität und ermöglicht es, in der Produktion sehr schnell zu rea-gieren. Die Vorrichtungen sind immer be-reit und jederzeit sind zwischendurch Messungen möglich. Die vorläufig letzten Investitionen der Firma Brügger sind zwei Erodiermaschi-nen von Agie-Charmilles und ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum von Mikron. Das gibt der Firma mehr Flexibilität für neue Kunden. «Wir mussten sogar Aufträge ab-lehnen», erklärt Rudolf Brügger. Die neuen Erodiermaschinen haben äl-tere Modelle ersetzt. Sie arbeiten schneller und die Oberflächenqualität ist verbessert. Für viele Teile im Medizinalbereich ist das Erodieren die bestmögliche Verarbei-tungsform.
Investition in die zukunft
Obwohl es im Tessin eine lange Tradition für Zulieferer der Uhrenindustrie und da-mit in der Präzisionsmechanik gibt, ist die Rudolf Brügger im weiten Umkreis die einzige Unternehmung, die eine ähnlich anspruchsvolle Fertigung betreibt. «Des-halb ist es für uns entsprechend schwer, hier gute Polymechaniker zu finden», meint Rudolf Brügger. Das ist der Grund, warum Rudolf Brügger dabei ist, ein Aus-bildungszentrum aufzubauen. Zurzeit be-finden sich vier Lehrlinge in Minusio in Ausbildung mit dem Ziel, sie nach Ab-schluss weiter zu beschäftigen. Für Rudolf Brügger ist klar: «Es sind nicht nur die Ma-schinen, es ist auch das Know-how, das wir über Jahre aufbauen konnten und be-wahren wollen.» AutorAnne Richter, SMMInformationSystem 3RWilerstrasse 98, 9230 FlawilTel. 071 394 13 63, Fax 071 394 13 60gerard.brunner@system3r.chwww.system3r.chwww.mecatoolch.comMedisiams 2009: halle 1.1, stand D3
