Gressel: Bedarfsgerecht spannen Spanntechnik für automatisierte Fertigung

Von Konrad Mücke 2 min Lesedauer

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Die Gressel AG, Spezialist für Werkstück-Spanntechnik, stellt Fertigungsbetrieben ein umfassendes Spektrum an Spanntechnik zur Verfügung. Mit den Spannsystemen kann vor allem das Fräsen jeweils dem Bedarf entsprechend automatisiert ablaufen.

Flexibel für Einzelstücke und kleine Serien: Automation mit Paletten und darauf montierten Spannsystemen für Werkstücke. (Bild:  Gressel AG)
Flexibel für Einzelstücke und kleine Serien: Automation mit Paletten und darauf montierten Spannsystemen für Werkstücke.
(Bild: Gressel AG)

Der Druck zur individuellen Automatisierung in der mechanischen Fertigung nimmt zu. Doch welche Automatisierung ist die richtige? Geht es vorwiegend um individuelle Bearbeitung von Einzelteilen bis Kleinserien? Steht die stückzahlflexible Teilefertigung kleinerer bis mittlerer Serien im Vordergrund? Oder fokussiert sich die Bearbeitung auf mittlere bis grössere Serien? Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass in der mechanischen Bearbeitung nicht allein die maximale Automatisierung, etwa durch den Einsatz von Robotik, das technische wie wirtschaftliche Optimum darstellt. Denn am Ende entscheidet vor allem der Bearbeitungsprozess darüber, welche spann- und automatisierungstechnische Lösung den entscheidenden Mehrwert sichert.

Drei unterschiedliche Bedingungen

Die Spanntechniker aus Aadorf unterscheiden grundsätzlich zwischen drei in der Praxis auftretenden Anforderungsprofilen. Das sind Palettenhandling, Werkstück-Automation und Werkstück-Direktbeladung. Dabei stellt immer die prozessrelevante Werkstück-Spanntechnik die Basis für die integrierte direkte oder indirekte Automatisierung der Fräsbearbeitung dar. Mit der Automationsmatrix «Generation Automation» erhält der Anwender mit dem Punktesystem die schlüssige Antwort auf die Frage, welche Automatisierung für seine Forderungen die richtige ist.

Palettenhandling

Die Fertigungsautomatisierung durch Palettenhandling bietet bei hoher Teilevarianz viele Vorteile, da sowohl Paletten unterschiedlicher Abmessungen, beispielsweise 320 × 320, 400 × 400, 500 × 500 mm, als auch ganz unterschiedliche Einzel- und Mehrfach-Spannlösungen genutzt werden können. Die mit Werkstück-Spannsystemen ausgerüsteten Paletten nehmen unterschiedlich schwere Bauteile auf. Die Paletten werden auf Rüstplätzen manuell mit Werkstücken beladen oder nach der Bearbeitung wieder von Hand entnommen. Die Fertigungsautomatisierung durch Paletten eignet sich sehr gut für die chaotische Produktion mit Stückzahlen von 1 bis 50. Da die Komplexität der Automatisierung vergleichsweise niedrig ist, ist eine hohe Zuverlässigkeit gegeben.

Werkstück-Automation

Zwischen universellem Paletten- und reinem Werkstück-Handling bietet die robotergestützte Werkstück-Automation von Gressel mit dem spannenden und greifenden Zentrischspanner R-C2 eine sehr praktikable Systemlösung für Losgrössen zwischen 3 und 500 Stück. Damit lassen sich unterschiedliche Werkstücke von allen sechs Seiten komplett und vollautomatisch bearbeiten. Die Automation mit dem Zentrischspanner R-C2 vereint nicht nur Spannmittel und Palette. Sie reduziert auch den Rüst- und Umrüstaufwand, gewährleistet zudem eine hohe Nutzungsflexibilität, ermöglicht einen hohen Output, und nimmt nur wenig Mitarbeiter­kapazität in Anspruch.

Werkstück-Direktbeladung

Geht es um die Bearbeitung in Losgrössen ab 500 Stück, ist die Werkstück-Direktbeladung durch einen Roboter eine gute Lösung. Voraussetzungen dafür sind jedoch werkstückspezifische Greifer oder Doppelgreifer, beispielsweise für die Beschickung mit gesägten Rohteilen oder die Entnahme und Rücklagerung bearbeiteter Bauteile. Der Mehraufwand für Rüst- und Umrüstarbeiten auf ein anderes Werkstück ist zwar höher, wird jedoch durch den sehr hohen Output, bei entsprechender Magazingrösse eine sehr hohe Autarkie, den vollautomatischen Betrieb und den minimalen Personaleinsatz mehr als nur kompensiert. (kmu) SMM

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