Spezial-Getriebemotoren meistern 60 Grad Steigung

Redakteur: Redaktion SMM

Mit einem an der Decke befestigten Lift macht die Firma Högg Liftsysteme AG aus Lichtensteig auch in schwierigen Fällen Treppen für Gehbehinderte zugänglich. Das äusserst platzsparende Treppenlift-Modell liess sich dank den extra von Siemens weiterentwickelten Getriebemotoren aus der bewährten Motox-Reihe anforderungsgerecht realisieren.

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joe. Bei Treppenliften werden die soliden Führungs- und Transportschienen meist seitlich an der Wand oder auf der Treppe selber befestigt. In engen Treppenhäusern oder wenn Türen und Fenster, die geöffnet werden sollen, die geplante Schienenführung durchkreuzen, lässt sich dieses Vorgehen nicht mehr anwenden.

Die Högg Liftsysteme AG entwickelte deshalb einen Treppenlift, dessen Führungsschiene an der Decke befestigt wird. Auf diese Weise kann der Lift auch bei engsten Platzverhältnissen eingebaut werden, er kommt elegant an Türen vorbei und lässt sich sogar über mehrere Stockwerke führen.

Zwei Typen für eine Nennlast von 120 Kilogramm stehen zur Verfügung: Das Modell SL-50 verfügt über einen Sessel, beim Modell RL-50 wird der Rollstuhl am Lift angehängt und mit der Person über die Treppe transportiert. Der Antrieb erfolgt in beiden Fällen durch einen Getriebemotor mit einem Zahnrad auf der Getriebewelle, das in eine in der Tragschiene eingelassene Rollenkette greift und so den Lift samt Passagier sicher befördert. Ein weiterer Getriebemotor übernimmt das Heben und Senken des Sessels respektive des Rollstuhls.

Knacknuss Getriebemotor

Die Högg-Entwickler entschieden sich für eine 42-VAC-Stromversorgung des Antriebs über einen in der Tragschiene eingebetteten Stromleiter. Für die Wahl der Getriebemotoren sprachen laut Martin Schäpper, Leiter Einkauf und Mitglied des Entwicklungsteams bei Högg, folgende Vorteile: «Nebst einer absoluten Geräuscharmut und Wartungsfreiheit waren die kompakte Bauweise sowie das geringe Gewicht wichtige Kriterien.» Diesen Ansprüchen werden die Getriebemotoren der Motox-Serie von Siemens standardmässig gerecht. Damit war die Antriebsfrage jedoch noch nicht gelöst.