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Grafit ideal - gerade bei grossen Werkzeugen
Bei Werkzeugen bis 8,5 Tonnen ist es nach Auskunft von Inhaber und Geschäftsführer Andreas Scherrer ein grosser Vorteil, mit Grafit zu arbeiten: «Es ging zwar zunächst um diese Spülkästen, aber wir waren nicht gezwungen, Grafit einzusetzen. Bei unserer ersten Begegnung mit dem Werkstoff war jedoch schnell klar, dass unsere alten Maschinen dafür nicht geeignet waren. Heute lässt sich klar sagen, dass wir, bezogen auf einige Werkzeuge, Zeit und Kosten sparen. Unabhängig davon haben wir Werkzeuge mit wirklich komplexen Formen, die ohne Grafitelektroden nicht herstellbar wären.»
Bevor man in die neue Gantry 1200 investierte, musste OPS-Ingersoll aber ein Leistungsverzeichnis hinsichtlich der Senkerodiermaschine abgeben. Die Anforderungen waren unter anderem, dass über eine längere Maschinenlaufzeit eine absolute Positioniergenauigkeit, kleiner ein hundertstel Millimeter, erzielt wird. Weiter waren das Verschleissverhalten zwecks der Konturgenauigkeit, die unterschiedlichen Oberflächenklassen 21, 24 und 27 sowie die Temperaturgänge über einen längeren Zeitraum Themen. Bei Letzteren ist eine Gantry mit einer Raumtemperatur geführten Kühlung nahezu ideal.
Berücksichtigt werden musste aber auch die Tischfläche zu den Achsen und die Zugänglichkeit. Von der Genauigkeit der Pinole war man in Flawil begeistert, denn die lag sogar über den geforderten Werten. Die Qualität ist in der Gesamtheit vergleichbar mit kleineren Maschinen wie der Gantry 400 oder 500.
Ein grosses, oder mehrere kleine Werkstücke bearbeiten
Speziell bei den Spülkästen kommt den Verantwortlichen diese Präzision sehr entgegen. Durch die Tiefe des Werkzeugs war es bislang immer ein enormer Aufwand, anschliessend zu polieren. Heute geht das mit der Gantry und Grafit ohne Übergänge. Derart grosse Verfahrwege mit der Qualität einer kleineren Maschine haben für Andreas Scherrer aber noch andere Vorteile: «Es ist doch traumhaft, wenn man eine solche Maschine mit entsprechend grossen Teilen bestücken kann. Andererseits bietet sie mir dennoch die Möglichkeit, mehrere kleine Teile zu bearbeiten, ohne durch Umspannen eventuelle Fehler beim Einrichten etc. zu riskieren.»
Automatisierung durch kundenspezifische Schnittstellen
Bei der Investition in die HSC-Fräsmaschine 650 dagegen war man sich über die Auswirkungen anscheinend nicht im Klaren, denn sie wurde zunächst mit nur drei Achsen bestellt. Wegen der guten Auftragslage wurde die Maschine aber schnell um eine vierte und fünfte Achse erweitert.
Nachdem die Verantwortlichen sahen, dass dieser Bereich noch weiter ausbaubar ist, hat man die Fräsmaschine mit dem Handlingsystem Workmaster WMT 150 kg von System 3R ergänzt.
Wirtschaftlichkeit: Kupferanteil muss weiter reduziert werden
OPS-Ingersoll hat den Vorteil, dass Schnittstellen kundenspezifisch bedient werden können. Mittlerweile hat man begonnen, Workmaster ebenfalls mit den Grafitelektroden zu verknüpfen und auch das Hartfräsen soll weiter automatisiert werden.
Nächstes Ziel wird sein, eine neue Senkerodiermaschine vom Handlingsystem Workmaster bestücken zu lassen. Bei der derzeitigen wirtschaftlichen Situation ist das sicherlich schwierig, laut Andreas Scherrer aber unbedingt notwendig: «Wir müssen unseren Kupferanteil, der momentan noch bei zirka 70 Prozent liegt, weiter zu Gunsten des Grafits abbauen. Nur so können wir - zumindest hier in der Schweiz - den konstanten Vorsprung im Wettbewerb halten.»
Die grösste Herausforderung bei der Umstellung auf Grafit
Die grösste Herausforderung bei der Umstellung von Kupfer- auf Grafitelektroden waren nach Auskunft von Andreas Scherrer das Erlangen von Know-how für die neue Technologie in allen Arbeitsbereichen.
Der Büchler Werkzeugbau im Blickpunkt
Die in der Ostschweiz angesiedelte Büchler Werkzeugbau AG in Flawil wurde 1966 gegründet und beschäftigt heute 47 Mitarbeiter. 1991 wurde das Unternehmen an die Geberit Jona verkauft. 2008 übernahm Andreas Scherrer das Unternehmen. -Die besonderen Stärken von Büchler Werkzeugbau sind vor allem im Bereich Sanitärtechnik, Befestigungstechnik und technisch komplexer Formen für Kunststoff sowie Magnesium- und Aluminium- Druckguss zu sehen. Neben den herkömmlichen Bearbeitungen mit modernen CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen bietet Büchler auch das Laser-Cusing an.
InformationenOPS-IngersollD-57299 BurbachTel. 0049 2736 493 100www.ops-ingersoll.de
EMO 2009: Halle 1, Stand C04
Vertretung in der SchweizSpringmann SA/AGRoute des Falaises 1102008 NeuchâtelTel. 032 729 11 22 (Zentrale) Fax 032 725 01 01 neuchatel@springmann.ch www.springmann.ch
undSpringmann SA/AG:Staatsstrasse 109246 Niederbüren Tel. 071 424 26 00 Fax 071 422 26 60 niederburen@springmann.ch
Anwender:Büchler Werkzeugbau AG9230 FlawilTel. 071 39 413 42a.scherrer@buechlerwzb.chwww.buechlerwzb.ch
