Strategietagung der Dachorganisation in Saillon VS

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Abschalten dank einem charmanten Walliser Abend

Dem Präsidenten der Sektion Wallis, Christian Farner, und seinen Vorstandsmitgliedern ist es einmal mehr hervorragend gelungen, den typischen Charme des Wallisers in eine soirée valaisanne einzubetten. Nach einem Besuch bei der Valélectric SA, wo die Teilnehmer einige Experimente in Sachen Elektrizität hautnah miterleben durften, begab man sich in das historische Restaurant «zur alten Mühle» nach Martigny. Bei einem gemütlichen Raclette und feinem Weiss­wein aus dem Hause des Präsidenten parlierte man teils deutsch, teils französisch und liess es sich wohlergehen.

Mit einer kleinen Weindegustation im Carnozet der Familie Farner/Maye endete ein langer, aber gelungener erster Tag der diesjährigen Strategietagung.

Bildung

Der zweite Tag der Tagung war dem für den Verband immer noch sehr wichtigen Bereich der Grund- und Weiterbildung gewidmet. Im Hinblick auf einen vorhersehbaren Rückgang der Anzahl an Schulabgängern hat sich Swissmechanic rechtzeitig, d.h. seit rund 3 bis 4 Jahren, auf mögliche Auswirkungen vorbereitet. Mit einem gezielten Lehrstellenmarketing, mit neuen Berufsdokumentationen und insbesondere mit dem Projekt «Chancengleichheit» (siehe auch SM 2/2009) sowie den welschen Projekten «Manufuture» und «Interreg» unternimmt der Verband grosse Anstrengungen, um längerfristig den Bestand an Nachwuchskräften auf allen Stufen zu sichern.

Wirtschaft

Die Schwerpunkte im Wirtschaftsbereich für die Jahre 2009 bis 2012 sieht man schwerpunktmässig beim Aufbau eines Einkaufs-Poolings für unsere Mitglieder, zudem einer Messebeteiligung an der Swisstech sowie allenfalls an der SIAMS in Moutier. Erfreut zeigt man sich über die Verschmelzung der beiden Lösungen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zur einheitlichen gesamtschweizerisch gültigen Swissmechanic-Branchenlösung.

Die Swissmechanic-Dachorganisation hat beschlossen, durch gezielte Massnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der Mitglieder weiter zu stärken. Einige der vorgesehenen Aktivitäten erfordern noch die Zustimmung des Verbandsrates. Ziele der geplanten Projekte sind einerseits der Aufbau eines Frühwarnsystems mit entsprechenden Wirtschaftsindikatoren für unsere doch sehr heterogen ausgestaltete Verbandsstruktur und andererseits das Vermitteln und die Koordination von Fertigungsaufträgen, verbesserte Einkaufsmöglichkeiten sowie administrative Erleichterungen für KMU-Unternehmen.

Politik

An der Tagung wurde erneut dokumentiert, dass Swissmechanic in den vergangenen Jahren zu einem grossen und bedeutenden Verband herangewachsen ist. Die bisherige politische Einflussnahme beschränkte sich weitestgehend auf Sachthemen mit Bezug zur Berufspolitik. Vereinzelt nahm der Verband bisher Stellung zu Wirtschaftsfragen oder zu allgemeinen politischen Anliegen, die von Interesse für den Verband und seine Mitglieder sind.

Infolge der personellen Verstärkung wird sich Swissmechanic in Zukunft vermehrt mit Stellungnahmen und weiteren Aktivitäten auch politisch einbringen können. Nebst der Stärkung durch vermehrte direkte Präsenz in politischen Gremien, und zwar auf allen Stufen, gehört es zu den Hauptanliegen des Verbandes, das hängige und ungelöste Problem der Unterstellung von Branchenteilen unter die Allgemeinverbindlichkeit des GAV des Metallgewerbes einer raschen und definitiven Lösung zuzuführen.

Abschliessend darf gesagt werden, dass die Tagung als Erfolg zu werten ist. Insbesondere das gemeinsame Diskutieren zwischen Vorstand und Verbandskader, zwischen Deutsch und Welsch sowie die gemeinsamen Stunden ausserhalb der Traktandenliste haben den Zusammenhalt und die Idee Swissmechanic gefördert und gestärkt. Dass dabei die Traktandenliste nicht vollständig abgearbeitet werden konnte, gibt der Verbandsleitung auch die Chance, dies bei einer nächsten Gelegenheit nachzuholen.