Studie von TCS und AWS zur Fertigungsindustrie KI wird 2026 der Haupttreiber für Margengewinne sein

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Auf der ganzen Welt setzen Industrieunternehmen verstärkt auf intelligent gesteuerte und autonomere Fertigungsprozesse. Das ist das Ergebnis der Studie «Future-Ready Manufacturing Study 2025», die Tata Consultancy Services (TCS) in Zusammenarbeit mit Amazon Web Services (AWS) veröffentlicht hat.

(Bild:  Oppenheim & Partner GmbH)
(Bild: Oppenheim & Partner GmbH)

Befragt wurden 216 leitende Führungskräfte in Nordamerika und Europa aus den Branchen Automobilbau, Industriemaschinen, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung, Prozessindustrie, Chemie und Schwermaschinenbau. Die Studie liefert einen datengestützten Einblick, wie Hersteller ihre digitale Basis stärken, um Autonomie, Entscheidungsintelligenz und zukunftsfähige Abläufe zu unterstützen.

Die Kernergebnisse: Dreiviertel der Befragten (75 Prozent) erwarten, dass KI bis 2026 zu den drei wichtigsten Treibern für operative Margengewinne zählen wird. Doch nur etwas mehr als ein Fünftel (21 Prozent) gibt an, vollständig KI-bereit zu sein. Ein Beleg für die grundlegende Lücken bei Daten, Integration und Systembereitschaft in den Werken und Lieferketten.

Da Hersteller ihre Investitionen in grundlegende Fähigkeiten erhöhen, zeichnet sich ein klarerer Weg in Richtung Echtzeit-Entscheidungsintelligenz und grösserer operativer Transparenz in den Werken und Liefernetzwerken ab. So beginnen Unternehmen auf Werksebene damit, KI-gesteuerte Anwendungsfälle für Qualität und Planung zu integrieren und fast 40 Prozent melden bereits erste messbare Erfolge.

Agentische KI wird die Entscheidungsfindung prägen

Auch der Vormarsch autonomer Systeme der nächsten Generation in der Fertigungsbranche beschleunigt sich: Eine zentrale Rolle spielt dabei agentische KI, die künftig massgeblich die Entscheidungsfindung prägen wird. Konkret rechnen fast drei Viertel der Führungskräfte damit, dass KI-Agenten in den kommenden drei Jahren bis zu 50 Prozent der routinemässigen Produktionsentscheidungen eigenständig treffen – der Startpunkt für selbstoptimierende Prozesse. Darüber hinaus versprechen sich über 30 Prozent der Hersteller erhebliche Produktivitätssteigerungen durch KI-gestützte Modernisierung. Das heisst: Die Industrie will nicht nur modernisieren, sondern strebt nach einer intelligenten, widerstandsfähigen und agilen Gestaltung ihrer gesamten Wertschöpfungskette.

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • Agentische KI entwickelt sich zu einer Schlüsselkompetenz, die die autonome Entscheidungsfindung in den Werken beschleunigt.
  • 74 Prozent erwarten, dass KI-Agenten bis 2028 zwischen 11 und 50 Prozent der routinemässigen Produktionsentscheidungen übernehmen werden.
  • 67 Prozent berichten über eine verbesserte Echtzeit-Sichtbarkeit der Lieferkette, was die Widerstandsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit stärkt.
  • Mehr als 30 Prozent prognostizieren spürbare Produktivitätssteigerungen durch KI-geführte Modernisierung.

Anupam Singhal, President Manufacturing bei TCS, erklärt: «Die Fertigungsindustrie ist eine Branche, die von Präzision, Zuverlässigkeit und dem kontinuierlichen Streben nach Leistung geprägt ist. Diese grundlegende Stärke gewinnt heute durch den Einsatz von KI bei der Entscheidungsfindung enorm an Bedeutung – und ermöglicht geschäftsverändernde Ergebnisse durch grössere Vorhersehbarkeit, Stabilität und Kontrolle. Wir bei TCS sehen darin eine entscheidende Chance, Herstellern zu helfen, widerstandsfähige, anpassungsfähige und zukunftsfähige Unternehmensökosysteme aufzubauen, die in einer Ära intelligenter Autonomie erfolgreich sein können.»

Ozgur Tohumcu, General Manager Automotive and Manufacturing bei AWS, ergänzt: «Durch die umfassende Integration von künstlicher Intelligenz und Cloud-nativen Architekturen gehen Unternehmen über die reine Automatisierung hinaus. Sie erreichen eine echte autonome Entscheidungsfindung, bei der Systeme mit minimalem menschlichem Eingreifen selbstständig Vorhersagen treffen, sich anpassen und handeln. Das ermöglicht nicht nur deutlich schnellere Reaktionszeiten, sondern verändert die Abläufe fundamental durch KI-gesteuerte Vorhersehbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Agilität. Eines zeigt diese Studie klar: Die Zukunft der Fertigung ist nicht nur digital, sie ist autonom – angetrieben von einer KI, die kontinuierlich lernt und sich weiterentwickelt.»

TCS und ABB stärken strategische Partnerschaft

Tata Consultancy Services (TCS) hat die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) mit ABB bekanntgegeben, um die strategische Zusammenarbeit der beiden Unternehmen in den Bereichen IT-Infrastruktur und Anwendungen, digitale und industrielle KI-Initiativen, Rechenzentren sowie weitere neue Technologien zu stärken. Das MoU bekräftigt die Absicht, Innovation, operative Resilienz und nachhaltiges Wachstum durch eine langfristige Partnerschaft voranzutreiben.

Im Rahmen des MoU werden die beiden Parteien die Führungsrolle von ABB in Elektrifizierung und Automatisierung mit den globalen Technologie- und Delivery-Fähigkeiten von TCS in folgenden zentralen Bereichen kombinieren:

  • Transformation von IT-Infrastruktur und Anwendungen: Aufbau einer agilen, sicheren, widerstandsfähigen und kostenoptimierten IT-Basis im Einklang mit dem Betriebsmodell von ABB, mit Fokus auf operative Effizienz und kontinuierliche Verbesserung.
  • KI und Modernisierung von Fabriken: Gemeinsame Zusammenarbeit bei industrieller KI, digitalen Zwillingen, visueller Inspektion und der Konvergenz von OT und IT.
  • Entwicklung von KI-Infrastruktur: Prüfung von Möglichkeiten in den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung, Digitales und Software, die sich aus den geplanten KI-Infrastrukturinitiativen von TCS in Indien ergeben.

Morten Wierod, CEO von ABB, sagt: «Die Partnerschaft mit TCS hilft ABB, intelligentere Systeme zu entwickeln, sich schneller anzupassen und unsere Innovationen global zu skalieren. Indien bleibt ein wichtiger Wachstumsmarkt für uns, und die erneuerte Partnerschaft wird ABB als einen der Schlüsselpartner für die ambitionierten Ausbaupläne von TCS im Bereich Rechenzentren positionieren.»

K. Krithivasan, MD und CEO von TCS, sagt: «Diese Partnerschaft spiegelt unseren gemeinsamen Anspruch wider, über inkrementelle Transformation hinauszugehen und die nächste Ära industrieller Unternehmen zu gestalten. Durch die Kombination von ABBs Führungsrolle in Elektrifizierung und Automatisierung mit der technischen Expertise von TCS in KI, Daten und Engineering wollen wir zusammen intelligente, widerstandsfähige und zukunftsfähige industrielle Lösungen im grossen Massstab entwickeln. Gemeinsam modernisieren wir nicht nur Technologielandschaften, sondern treiben ein neues Modell KI-gestützter industrieller Innovation voran, das Mehrwert in unseren globalen Aktivitäten schafft.»

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