Der SMM in Japan Swiss Made auf der Jimtof
>> Rund 816 Aussteller zeigten auf der 26. Jimtof in Tokio neben Werkzeugmaschinen und Werkzeugen auch aktuelle Produkte aus der Antriebs- und Steuerungstechnik. Messsysteme, CAD/CAM-Software und Werkstoffe ergänzten das umfangreiche Angebotsspektrum der Schau, die sämtliche Hallen des Tokyo Big Sight (Tokyo International Exhibition Center) belegte. Unter den Ausstellern waren auch rund 80 Schweizer Unternehmen.
Anbieter zum Thema

Die Jimtof (Japan International Machine Tool Fair) 2012 in Tokio wurde 50 Jahre alt. An der 26. Ausgabe zeigten knapp 800 Aussteller vom 1. bis 6. November alles, was die Herzen von Zerspanern und Umformern höherschlagen lässt. Neben Werkzeugmaschinen und Werkzeugen konnte sich der Jimtof-Besucher auch über aktuelle Produkte aus der Antriebs- und Steuerungstechnik informieren. Messsysteme, CAD/CAM-Software und Werkstoffe ergänzten das umfangreiche Angebotsspektrum der Schau, die sämtliche Hallen des Tokyo Big Sight (Tokyo International Exhibition Center) belegten. Für besonders Wissensdurstige haben die Veranstalter – der Herstellerverband Japan Machine Tool Builders Association und die Tokyo Big Sight Inc. – ein breites Kongress- und Seminarprogramm zusammengestellt. Ferner fand während der Jimtof die «15th IMEC – International Machine Tool Engineers Conference» statt.
Rund 80 Schweizer Unternehmen stellten aus
An der diesjährigen Messe haben rund 80 Schweizer Unternehmen ausgestellt. Als drittgrösste Volkswirtschaft der Welt (hinter den USA und China) bietet Japan für die fertigende Industrie aus der Schweiz ein enormes Potenzial.
Roger Zbinden, Head of Swiss Business Hub Japan, stellt allerdings fest: «Mit Me-too-Produkten hat man im japanischen Markt keine Chance. Erfolgversprechend sind hingegen wirklich neuartige Produkte mit einem echten Zusatznutzen. Doch selbst dann muss man den Markt sehr gut verstehen und einen langen Atem beweisen. Kommt hinzu, dass für Japaner Sorgfalt, Qualität sowie Liebe zum Detail, z.B. bei Verpackung und Design, einen hohen Stellenwert besitzen. Mitentscheidend sind Kenntnisse über Zulassungsverfahren, Patentwesen sowie Vertriebsstrukturen.»
Zu Besuch bei einem typischen Schweizer KMU
Die Alesa AG ist ein typisches Schweizer KMU, das in Seengen am schönen Hallwilersee den Firmensitz hat. Seit über 75 Jahren produziert das Unternehmen Werkzeuge für die zerspanende Bearbeitung diverser Materialien, vorwiegend für die Metallbearbeitung.
Seit über 30 Jahren exportiert der Hersteller Werkzeuge ins Land der aufgehenden Sonne. Mit der Vertretung vor Ort, der Noah Corporation, pflegt Alesa eine intensive Freundschaft. «Wir kennen unsere Vertretung schon sehr lange. Aus einer anfänglich rein geschäftlichen Beziehung ist nach über 30 Jahren Partnerschaft eine 'interkulturelle' Freundschaft geworden. Solche persönlichen Beziehungen spielen gerade in Japan eine wichtige Rolle und sind sicher auch die Basis für unseren Erfolg im Japangeschäft», erläutert Christoph Leimgruber, CEO der Alesa AG.
Japan ist für das Fertigungs-Unternehmen aus dem Aargau ein wichtiger Absatzmarkt. Christoph Leimgruber erklärt: «Japan ist für uns einer der wichtigsten Exportmärkte. Die hohen Anforderungen an Qualität und das breite Verständnis für wirtschaftliches Produzieren sind wichtige Voraussetzungen, um unsere Werkzeuge erfolgreich am Markt abzusetzen. Die Ausgangslage Japans in Asien ist in vielen Dingen vergleichbar mit derjenigen der Schweiz in Europa. In beiden Ländern sind Merkmale wie hohe Löhne, gut ausgebildete Mitarbeiter, starke Währung, exportorientierte Wirtschaft und ein fleissiges und williges Volk vorhanden. Wie wir wird auch Japan sich seinen Platz in der globalisierten Welt immer wieder suchen müssen – und ihn auch finden.»
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage zieht Christoph Leimgruber von der diesjährigen Ausgabe der Jimtof ein positives Fazit: «Sowohl von der Anzahl wie vom Interesse der Besucher war die Jimtof 2012 einer der besten Messen in Japan seit langem. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Japan war die Stimmung gut und es ergaben sich viele gute und interessante Kundenkontakte.»
(ID:36764970)
