Anbieter zum Thema
Aare-Regulierbauwerk
Der Grundstein für das Regulierbauwerk, das den Wasserlauf des Nidau-Büren-Kanals in Port/Brügg aufstaut, wurde im Jahre 1936 gelegt. Es ist das Kernstück der Juragewässerkorrektion, denn durch dieses Regulierwehr werden die Wasserstände aller drei Jurarandseen beeinflusst - und damit auch der Aareabfluss. Aber dieses Bauwerk hatte von Anfang an nicht nur eine einzige Funktion. Es umfasst auch eine Schiffsschleuse für die Aareschifffahrt, und es trägt die Strassenverbindung zwischen Brügg und Port. Erst jüngeren Datums ist seine vierte Funktion als Wasserkraftwerk.
Schiffsschleuse Port
Am rechten Ufer des Nidau-Büren-Kanals befindet sich eine Schiffsschleuse. Sie ist 12 Meter breit und hat eine nutzbare Länge von 52 Metern. Es ist eine Kammerschleuse mit Umlaufkanälen.
Vorbei an einer lieblichen Uferlandschaft glitt das Zweirumpfboot «Siesta» beinahe lautlos weiter flussabwärts Richtung Grenchen. Die muntere Gästeschar genoss es offensichtlich, nebst angeregten Diskussionen zwischen den ausgezeichneten Essensgängen, die vorbeiziehende Flusslandschaft mit ihren Wäldern und Städtchen auf sich einwirken zu lassen. Für einige der Swissmechanic-Leute war diese Fahrt auf der Aare eine echte Premiere. Mit einem kleinen Schiffshalt bei der Storchenstation in Altreu näherte man sich schon bald der Ambassadorenstadt Solothurn.
Treffpunkt für die geplante Stadtführung war der Krummturm unweit der Schifflände. Angeführt von einer charmanten Stadtführerin, ging es via Altes Spital (heute ein erstklassiges Feinschmecker-Restaurant) über die Aarebrücke in die wunderschöne Altstadt von Solothurn. Vorbei am Friedhofsplatz marschierte man zum Burristurm via Zeughausgasse und Marktgasse zum Marktplatz mit dem berühmten Zeitglockenturm. Die Reiseführerin wusste viel Interessantes über die geschichtsträchtige Stadt zu erzählen.
Solothurn, am Jura-Südfuss der Aare gelegen, wird auch St.-Ursen-Stadt, Wengistadt, Ambassadorenstadt, schönste Barockstadt und Kulturstadt genannt. Der Name «St.-Ursen-Stadt» gründet in einer Legende, wonach die beiden römischen Legionäre Urs und Viktor aufgrund ihres christlichen Glaubens in Solothurn enthauptet worden seien. Wegen dieses Martyriums und der dabei geschehenen Wunder wurden die beiden zu Stadtheiligen. Die St.-Ursen-Kathedrale dominiert das Stadtbild und ist dessen Wahrzeichen. Solothurns Geschichte reicht bis in die Römerzeit zurück. Bereits um 350 nach Christus errichteten die Römer ihr «Castrum Salodurum», eine glockenförmige Ringmauer. Reste davon sind heute noch am Friedhofplatz und in der Löwengasse sichtbar.
Die Ambassadorenstadt - Von 1530 bis 1792 war Solothurn Sitz der französischen Ambassadoren in der Eidgenossenschaft. Dieser Epoche hat Solothurn seine prachtvolle, barocke Architektur zu verdanken: das Palais Besenval, das Schloss Waldegg und zahlreiche Bürgerhäuser und Schlösschen nach barockem französischem Vorbild.
Die «Elfer-Stadt» - Fragen Sie einen Einheimischen nach der «heiligen Solothurner Zahl 11». Sie werden erfahren, dass Solothurn 1481 als elfter Kanton in die Schweizerische Eidgenossenschaft aufgenommen wurde. Oder, dass es in der schmucken Barockstadt elf Kirchen und Kapellen gibt, elf historische Brunnen und elf Türme. Die St.-Ursen-Kathedrale birgt elf Altäre sowie elf Glocken, ihre imposante Freitreppe teilt sich in Abteile zu je elf Stufen. Spazieren Sie einfach durch die pittoreske Altstadt. Sie werden überall der «Elf(e)» begegnen.
Bereits etwas ermüdet vom abwechslungsreichen Tagesausflug, von all den Eindrücken und der nun ziemlich warmen Sonne, war man froh, die ermüdeten Glieder am «fröhlichsten Ort der Stadt» etwas ausruhen zu lassen. So führte uns der letzte Abschnitt der kleinen Reise zu den Geschwistern Biberstein in ihre Weingalerie. Gestärkt mit auserlesenem Tessiner Merlot, Käse und Brot, hiess es Abschied nehmen. Heimwärts ging es nun in alle Himmelsrichtungen, bis man sich auf die nächste Einladung zum Ehrenmitgliedertag der Swissmechanic-Dachorganisation freuen darf.
