Erste Luxus-Uhr-Smartwatch der Schweizer Uhrenindustrie TAG Heuer «Connected Watch» – die erste Schweizer Smartwatch Luxus-Uhr
Der Schweizer Luxusuhren-Hersteller Tag Heuer will den jungen Markt der Smartwatches nicht den Grössen aus dem Silicon Valley überlassen. Für die «Connected» hat sich das Traditionshaus mit zwei Playern aus Kalifornien zusammengetan. Damit ist sie die erste Schweizer Luxus-Uhr mit Intel Inside und dem Wearable-Betriebssystem Android Wear von Google.
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Tag Heuer betritt als einer der grossen Vertreter der Schweizer Uhrenindustrie den jungen Markt der intelligenten Uhren mit Computerfunktion. Nach über 150 Jahren Erfahrung in der Uhrenindustrie will sich das Unternehmen den Herausforderungen durch digitale Smartwatches stellen. Am Montagabend präsentierte Tag Heuer-Chef Jean Claude Biver seine Antwort auf die Apple Watch, der er zuvor bereits viel Anerkennung zollte. Das wichtigste bei der «Connected» sei es, dass sie wie eine echte Uhr aussieht, betonte Biver in New York.
Anders als etwa Nick Hayek, Chef des Schweizer Uhrenkonzerns Swatch, sieht Biver die neue Sparte der Smartwatches durchaus als Herausforderung der traditionellen Industrie an. Mit der gemeinsam mit Google und Intel entwickelten «Connected» will er nun die Initiative ergreifen. Im Stand-by soll die Uhr nicht wie viele andere ein dunkles Display zeigen, sondern auf monochromem Hintergrund stets die Zeit anzeigen.
Video: Tag Heuer präsentiert die Connected
Nach Einschätzung von Marktbeobachtern haben Smartwatches ein grosses Wachstumspotenzial. Erste Modelle gibt es schon seit einigen Jahre. Hersteller wie Sony schafften es allerdings zunächst nicht, aus einem Nischenmarkt herauszutreten. Seit April rollt nun Apple die Branche mit der Apple Watch auf. Nachdem das Unternehmen aus Cupertino mit seinem iPhone damals die gesamte Handy-Branche auf den Kopf gestellt hatte, wurde ihm schon lange vor dem Marktstart ein ähnliches Potenzial für die neue Produktgruppe der Smartwatches zugesprochen.
Für seine erste Apple Watch hatte der iPhone-Hersteller auf der Suche nach Know-how damals selbst ein Auge auf die Schweiz und ihre traditionsreiche Uhren-Industrie geworfen, produzierte die Apple Watch jedoch ohne Hilfe der Eidgenossen mit seinen asiatischen Partnern. Allerdings warb das Unternehmen einen Marketing-Experten von Tag Heuer ab.
Der Erfolg von Apples Watch könnte die Uhrenindustrie weiter unter Druck setzen. Tag Heuer-Chef Biver zumindest ist davon überzeugt. Die Apple Watch bezeichnete er als «Tsunami», zumals die mittleren Modelle mit dem Apfel-Logo - und erst Recht die goldenen Modelle für bis zu 18.000 Euro im Luxussegment der Schweizer angesiedelt sind.
Absatzzahlen von Apple gibt es zwar bisher nicht. Manche Beobachter gehen aber von bis zu 10 Millionen verkauften Watches in diesem Jahr aus. Tag Heuer kommt dagegen laut «NZZ» auf mehrere hunderttausend verkaufte Uhren pro Jahr. «Ein relativ kleiner Erfolg Apples kann Tag Heuer einiges kosten», schätzt die Zeitung.
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