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Maschinenbauer können wenig Impulse vom Export erwarten
Eher wenig Impulse erwartet der VDMA-Chefvolkswirt aus den Ausfuhren. Beim jüngsten Ifo-Index (wir berichteten) seien insbesondere die Exporterwartungen stark zurückgegangen, nicht zuletzt infolge der Eurokrise. „Hier sollten wir nicht nur auf den Euroraum schauen. Natürlich ist der Euroraum wichtig für unser Geschäft, ungefähr ein Viertel unserer Exporte geht in Euro-Partnerländer. Aber ebenfalls fast ein Viertel gehen in die BRIC-Länder. Und hier stellen wir schon fest, dass die dort erwartete wirtschaftliche Belebung nicht so flüssig vonstatten geht, wie wir uns das wünschen.“
Insbesondere China, der größte Einzelmarkt für die deutschen Maschinenbauer, bestellt nach Auskunft von Wiechers nur zögerlich. Die Exporte in das Reich der Mitte seien im Vorjahresvergleich um 10 % rückläufig, wenn auch von einem sehr hohen Niveau. „In China steht ein Machtwechsel an, viele Projekte werden offenbar zurückgehalten. Zudem belastet der niedrige Grad des Wirtschaftswachstums: Kapazitäten sind gut vorhanden, man muss nicht so viel investieren“, erläuterte er.
Russland ist der Lichtblick unter den Maschinenbau-Exportmärkten
In Indien gebe es auch politische Themen, die nicht umgesetzt würden, hier würden Wahlen anstehen. Gut laufe es hingegen in Russland mit einem Zuwachs von über 20 % bei den Exporten. „Man muss jetzt warten, wie nachhaltig das ist, aber insgesamt lohnt es sich, über die europäischen Grenzen zu schauen“, bilanzierte Wiechers.
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