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Negatives Ergebnis
Mit einem Rückgang um CHF 46,2 Mio. bzw. 32,3 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 entwickelte sich der Bruttoumsatz ähnlich wie der Auftragseingang und lag bei CHF 97,0 Mio., wovon CHF 51,0 Mio. im ersten und CHF 46,0 Mio. im zweiten Quartal in Rechnung gestellt wurden. Das erste Semester schloss mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von CHF –2,5 Mio. gegenüber einem EBIT von CHF 10,9 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Rückgang des operativen Ergebnisses resultiert hauptsächlich aus der Abnahme des Volumens und in geringerem Ausmass aus einer Verringerung der Bruttomarge von 32,8 % auf 31,3 %. Dies ist zum einen mit dem vergleichsweise tiefen Volumen und trotz eingeführter Kurzarbeit schwacher Kapazitätsauslastung zu erklären, zum andern mit dem Preisdruck angesichts der Stärke des Schweizer Frankens und der Aggressivität der Wettbewerber. Die Betriebskosten konnten um CHF 2,7 Mio., d.h. 7,6 % gesenkt werden.
Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses – das sich hauptsächlich ergibt aufgrund von Kosten für das Bankdarlehen von nahezu CHF 1,0 Mio. und von Wechselkursverlusten von rund CHF 0,4 Mio. – und eines Steuerertrags von CHF 0,6 Mio., beläuft sich der Nettoverlust der Gruppe auf CHF 3,4 Mio.
Ausblick
Zusammen mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal kündigte die Gruppe an, aufgrund der sehr geringen Visibilität in den Märkten auf eine Prognose für 2012 zu verzichten. Diese Lage dauert an und aufgrund der Sommermonate, in denen die Auftragseingänge traditionell schwach ausfallen, dürfte sich die Vorhersehbarkeit kaum verbessern. Allerdings steht bereits fest, dass sich die zusammen mit den Ergebnissen für 2011 dargelegte Einschätzung, die ein in etwa gleichwertiges Geschäftsjahr 2012 vorsah, nicht bewahrheiten wird. Dessen ungeachtet, dass einige wichtige Projekte noch realisiert werden könnten, rechnet die Gruppe nicht mit einem Umsatz, der die Grössenordnung von CHF 200 Mio. übertrifft. Angesichts des Margendrucks infolge der Frankenstärke und trotz der bereits eingeführten und weiter ausgedehnten Kurzarbeit wird somit beim EBIT die Gewinnzone nicht erreicht werden.
Strukturelle Herausforderungen
Die Verlagerung der Märkte nach Osteuropa und Asien im Anschluss an die Wirtschaftskrise, Konjunkturzyklen in zunehmend kürzeren Abständen und mit heftigeren Ausschlägen sowie ein wirtschaftliches Umfeld, das sich insbesondere aufgrund des CHF/EUR-Wechselkurses radikal verändert, schaffen neue strukturelle Herausforderungen. Dies erfordert eine dauerhafte Optimierung der Kostenstruktur mit Einsparungen von jährlich CHF 30–35 Mio., einher gehend mit einer Variabilisierung der Kosten und einer Flexibilisierung des Geschäftsmodells, um rasch auf zyklische Schwankungen in der Werkzeugmaschinenbranche reagieren zu können. Die Geschäftsleitung prüft derzeit Massnahmen, die sie diesen Herbst bekannt geben wird. <<
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